Peres betont in Mexiko Israels Friedfertigkeit

MEXIKO-STADT (inn) – Schimon Peres hat in einer Rede vor dem mexikanischen Senat die Freundschaft Israels zum iranischen Volk betont. Das israelische Staatsoberhaupt befindet sich mit einer 80-köpfigen Wirtschaftsdelegation in Mexiko.
Schimon Peres mit Enrique Peña Nieto, dem Präsidenten Mexikos

Foto: Israelisches Präsidialamt

Schimon Peres mit Enrique Peña Nieto, dem Präsidenten Mexikos

„Israel hält das iranische Volk nicht für seinen Feind“, sagte Peres am Donnerstag. „Wir haben keine gemeinsame Grenze, aber wir haben eine gemeinsame Geschichte. Und die zeigt, dass wir Freunde sein können.“ Auch für die Frage der nuklearen Anreicherung im Iran gebe es eine diplomatische Lösung. Der Ball sei im Feld des Iran: „Lehnt Terrorismus ab. Beendet das Atomprogramm. Hört auf, an der Entwicklung von Langstreckenraketen zu bauen“, appellierte der Präsident.
Genauso wie der Rest der Welt habe Israel ein großes Interesse an einer diplomatischen Lösung, bestehe aber darauf, dass der Iran wirklich keine Atommacht werden dürfe. Niemand bedrohe den Iran, die Islamische Republik habe sich selbst eine Last auferlegt, von der sie sich nun befreien müsse.
Wie die Zeitung „Yediot Aharonot“ weiter berichtet, sprach Peres auch über den Konflikt mit den Palästinensern. „Wir wollen nicht über andere Völker herrschen, und wir haben kein Interesse daran, Land zu kontrollieren, das nicht uns gehört“, sagte der Präsident. „Das haben wir gezeigt, als wir Frieden mit Jordanien und Ägypten geschlossen haben. Wir haben ihnen all das Land zurückgegeben, dass uns zugefallen war als Folge von Kriegen, die wir nicht begonnen haben.“ Peres rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich klar gegen den Terror der Hamas im Gazastreifen auszusprechen.

Beziehungen zu Mexiko sollen intensiver werden

Ein Schwerpunkt von Peres Mexiko-Reise sind die Handelsbeziehungen zu der lateinamerikanischen Wirtschaftsmacht. Der israelische Präsident hob auch die Möglichkeiten im Feld der Wissenschaft hervor: „Wir können gemeinsame Fortschritte machen – im Landbau und der Wasser-Technologie, in der Bildung und der Industrie“, erklärte er. Es gelte, die Chancen der globalisierten Welt gemeinsam zu nutzen.
Begleitet wird Peres auf seiner Reise von einer gut 80-köpfigen Delegation aus der israelischen Wirtschaft. Auf dem Programm stehen Gespräche mit jüdischen Gemeinden in Mexiko sowie ein Besuch der Buchmesse, auf der Israel in diesem Jahr Ehrengast ist (Israelnetz berichtete).

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