Paraguay eröffnet Botschaft in Jerusalem

Nach den USA und Guatemala verlegt auch Paraguay seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Der paraguayische Präsident Cartes drückt seine Bewunderung für Israel aus. Er verlässt aber demnächst auch sein Amt.
Der paraguayische Präsident Cartes enthüllt gemeinsam mit dem israelischen Premier Netanjahu das Schild der Botschaft Paraguays in Jerusalem

Foto: GPO/Amos Ben-Gershom

Der paraguayische Präsident Cartes enthüllt gemeinsam mit dem israelischen Premier Netanjahu das Schild der Botschaft Paraguays in Jerusalem

JERUSALEM (inn) – Paraguay hat am Montag seine Botschaft in Jerusalem eröffnet. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu lobte den paraguayischen Präsidenten Horacio Cartes als „großen Freund Israels“. Es sei jetzt die Zeit gekommen, in der die Beziehung beider Länder „wie Wasser fließen“ werde. Die Botschaft Paraguays befindet sich jetzt im Malha Technikpark. Im selben Gebäude hatte bereits Guatemala vergangenen Mittwoch seine Botschaft eröffnet.

Netanjahu erinnerte an die Hilfe, die Paraguay Juden bei der Flucht aus Deutschland vor und während des Holocaust gab. Das Land habe jüdische Flüchtlinge während des Krieges aufgenommen. „Es war ein Akt der Güte und Gnade, der sich für immer in unsere Herzen eingeprägt hat“, sagte Netanjahu. Auch habe Paraguay die Gründung des israelischen Staates bei der UN-Abstimmung 1947 unterstützt.

„Ich bin kein halbherziger Freund“, sagte Cartes. Die Liebe und die Bewunderung, die er für das israelische Volk verspüre, basiere auf gemeinsamen Werten wie Demokratie, Frieden und die Verteidigung der Menschenrechte. Cartes war der erste paraguayische Präsident, der Israel im Jahr 2016 besuchte.

Cartes hatte israelisches Beraterteam im Wahlkampf

Cartes’ fünfjährige Legislaturperiode endet im August. Im Wahlkampf hatte er auch ein israelisches Beraterteam, darunter Netanjahus früheren Bürochef Ari Harow. Der paraguayaische Präsident konnte wegen seiner bisherigen Amtszeiten nicht wiedergewählt werden. Sein Nachfolger Mario Abdo Benitez, ein Enkel libanesischer Einwanderer und aus derselben Partei wie Cartes, sagte, er sei in den Botschaftsumzug nicht einbezogen worden.

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) verurteilte den Botschaftsumzug. Es sei ein Akt der Aggression gegen die Palästinenser und ihre Rechte. Auch verstoße die Verlegung gegen internationales Recht und wichtige UN-Resolutionen.

Von: mm

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen