Panzer ziehen aus Gaza ab

GAZA (inn) – Die israelischen Panzer, die vor drei Tagen in den zentralen Gazastreifen eingerückt waren, sind am Freitagmorgen abgezogen. Als sich ein palästinensischer Lastwagen einem Armee-Stützpunkt näherte, schoss die Armee eine Granate auf das Fahrzeug ab.

Wie palästinensische Quellen berichten, hatte der Lastwagen eine falsche Abfahrt genommen. Er näherte sich dem Stützpunkt in der Mitte des Gazastreifens. Soldaten feuerten eine Granate ab. Der Fahrer konnte fliehen, doch sein Beifahrer wurde verletzt und starb später.

Palästinenser sagten, die Männer wollten umkehren, doch seien sie von den Soldaten beschossen worden. Die Armee hingegen erklärte, dass die Soldaten zunächst in die Luft geschossen hätten, als sich das Fahrzeug dem Stützpunkt näherte. Als der Wagen bis auf 30 Meter herankam, habe man eine Panzergranate abgefeuert. Dies berichtet die Tageszeitung “Ha´aretz”.

Die Panzer der “Givati Brigade”, die in den zentralen Gazastreifen eingerückt waren, sind am Freitagmorgen abgezogen. Sie hatten während der vergangenen drei Tage im Zuge der Operation “Sommerregen” dort agiert. “Die israelische Armee hat ihre Aktivitäten in diesem Gebiet beendet”, hieß es in einer Stellungnahme.

Bei der Offensive im Gazastreifen, die vor zwei Wochen begann, starben bisher insgesamt etwa 80 Palästinenser. Die Operation diente dazu, den entführten Soldaten Gilad Schalit zu befreien sowie den Abschuss von Raketen auf Israel zu stoppen.

Brücke zerstört

Die Luftwaffe hat eine Brücke im zentralen Gazastreifen bombardiert. Dabei wurde ein Palästinenser verletzt, teilten palästinensische Sicherheitskräfte mit. Es war die vierte Brücke im Autonomiegebiet, die Israel während der Militäroffensive zerstörte.

Außerdem griff die Luftwaffe in der Nacht ein Gebäude der Hamas im Gazastreifen an. Palästinensische Quellen berichten, dass dabei eine Person verletzt wurde.

Kassam-Raketen auf Sderot

Palästinenser haben am Freitagmorgen erneut Kassam-Raketen auf die israelische Stadt Sderot abgefeuert. Acht Menschen erlitten einen Schock. Zwei Raketen waren in einem Wohnbezirk gelandet, eine dritte in einem Industriegebiet und zwei weitere auf offenem Feld vor der Stadt.

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