Panzer umstellen Arafats Hauptquartier – Raketenangriff auf Hamas-Führer

RAMALLAH (inn) – Die israelische Armee hat ihre Militäroperationen in den Autonomiegebieten ausgeweitet. Israelische Truppen rückten am frühen Montagmorgen in die Erzväterstadt Hebron sowie in die Autonomiestadt Ramallah vor und umstellten das Hauptquartier von PLO-Chef Yasser Arafat.

Im Gazastreifen wurden bei einem Raketenangriff auf zwei Fahrzeuge sechs Palästinenser getötet. Ersten Berichten zufolge ist unter den Getöteten auch der Führer der radikal-islamischen Hamas in Rafiah im Gazastreifen, Yasser Rizak. In einem der Wagen befand sich auch Amr Kouffa, ein weiterer ranghoher Aktivist der Hamas-Terrorgruppe.

In die Autonomiestadt Ramallah marschierte die Armee am Montag mit rund 130 Panzern ein und bezogen an strategisch wichtigen Punkten in der Stadt Stellung. 17 Panzer umstellten das Hauptquartier Arafats, die sogenannte Mukata´a. Der PLO-Chef hielt sich zum Zeitpunkt der Offensive in seinem Amtssitz auf. Zwei Kampfhubschrauber begleiteten den Vormarsch der Truppen und kreisten über Ramallah. Die Armee verhängte eine Ausgangssperre über die Stadt. Nach Angaben eines Armeesprechers kam es bei dem Vormarsch zu keinen Gefechten zwischen israelischen Soldaten und bewaffneten Palästinensern.

Mit dem neuen israelischen Vorstoß am Montag ist die Armee in alle größeren Autonomiestädte – mit Außnahme Jerichos – in Judäa und Samaria eingerückt. Aus Kreisen der Armee verlautete unterdessen, daß weitere Reservisten einberufen werden sollen.

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