Palästinensisches Mädchen getötet

BEIT LAHIJA (inn) – Als Reaktion auf palästinensische Angriffe hat die Armee am Montagabend erneut den nördlichen Gazastreifen beschossen. Dabei kam ein palästinensisches Mädchen ums Leben.

Eine Granate hatte das Haus bei Beit Lahija getroffen, in dem die zwölfjährige Hadil Aban lebte. Ein Feuer brach aus. Das Mädchen starb. Zudem wurden 13 weitere Bewohner des Hauses verletzt, die meisten gehörten zu Hadils Familie.

Armee bedauert Vorfall

Ein Armeesprecher drückte sein Bedauern über den Tod der Zwölfjährigen aus. Dennoch werde der Kampf gegen die Kassam-Raketen fortgesetzt. „Dabei versuchen wir zu vermeiden, dass unschuldige Zivilisten verletzt werden“, sagte er gegenüber der Tageszeitung „Ha´aretz“. Doch die Palästinenser feuerten ihre Raketen auch von bewohnten Gegenden im Gazastreifen auf Israel ab.

„Beschuss zeigt Wirkung“

„Wir haben keine Gewissheit, dass keine weiteren Zivilisten bei den kommenden Angriffen getroffen werden“, fügte der Militärsprecher hinzu. „Aber der Beschuss stört die Bewegungen der Kassam-Zellen. Sie fühlen sich bedroht und schießen schnell, ohne genau zu zielen, um dann zu fliehen. Aus diesem Grund ist ein großer Anteil der Kassams, die in den vergangenen Tagen abgefeuert wurden, im Meer gelandet. Wir können nicht länger zulassen, dass unsere Bürger in den Siedlungen um Gaza von Terror-Organisationen als Geiseln genommen werden. Wir sind aus dem Gazastreifen abgezogen. Es gibt keine Entschuldigung mehr dafür, Kassams abzufeuern oder Sprengsätze in der Nähe des Zaunes zu deponieren. Und auch nicht dafür, Selbstmordattentäter von Gaza über den Sinai nach Israel zu schicken.“

Im Gegensatz zur bisherigen Fatah-Führung verurteile die Hamas-Regierung die Raketenangriffe nicht einmal. „Fürs Erste tun sie nichts, um den Beschuss unseres Gebietes zu verhindern. Es ist möglich, dass sie das sogar ermutigen, indem sie ein Auge zudrücken. Dies ist ein Abnutzungskrieg gegen die Hamas. Möglicherweise müssen wir diesen Beschuss noch einen Monat oder länger fortsetzen, aber das Ziel ist es, sie am Ende zum Aufgeben zu bringen.“

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