Palästinensischer Terrorist bei Telefonexplosion in Bethlehem getötet

BETHLEHEM (inn) – Bei der Explosion einer öffentlichen Telefonzelle in Bethlehem ist am Sonntagabend ein palästinensischer Terrorist getötet worden. Der 25jährige Mohammed Abayat, Mitglied der radikalen Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, sprach an dem Telefon unmittelbar vor dem Beit Jala-Krankenhaus, als es explodierte.

Die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, eine radikale Gruppe innerhalb der Fatah von PLO-Chef Yasser Arafat, machten unterdessen Israel für den Tod Abayats verantwortlich und drohten mit Vergeltung. Die israelische Armee lehnte bislang jegliche Stellungnahme zu dem Vorfall ab.

Das öffentliche Telefon befand sich nur rund 30 Meter vom Eingang des Beit Jala-Krankenhauses in Bethlehem entfernt. Mohammed Abayat hatte am Sonntag gemeinsam mit seinem Bruder Nasser seine Mutter zu einer regelmäßig stattfindenden Untersuchung in das Hospital gebracht.

Nach Angaben aus palästinensischen Kreisen habe Israel das Telefon vor dem Krankenhaus mit einem ferngezündeten Sprengkörper präpariert und auf einen der regelmäßigen Besuche der Abayat-Brüder gewartet. Palästinenser sprachen am Montag von einer fehlgeschlagenen Operation Israels, da eigentlich Mohammeds Bruder Nasser Abayat “getroffen” werden sollte. Er ist Führer der Tanzim und Al-Aksa-Brigaden in Bethlehem.

Aus der Familie der Abayats wurden bereits drei Mitglieder bei israelischen Angriffen getötet. Israelischen Angaben zufolge waren die Palästinenser an schweren Anschlägen auf israelische Soldaten und Zivilisten beteiligt.

Zuletzt war am 24. Juni 2001 der palästinensische Terrorist Osama Jawabri bei der Explosion eines öffentlichen Telefons getötet worden. Im Januar 1996 starb ein Bombenexperte der radikal-islamischen Hamas-Terrorgruppe bei der Explosion seines Mobiltelefons. Israel hat für keinen der Tode Verantwortung übernommen.

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