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Palästinensischer Postbote plante Attentat auf Scharon

JERUSALEM (inn) – Ein palästinensischer Angestellter eines israelischen Post- und Paketlieferers wollte ein Attentat auf Israels Premierminister Ariel Scharon verüben. Der 38-Jährige war vor zwei Wochen von israelischen Ermittlungsbeamten festgenommen worden – und enthüllte jetzt die Einzelheiten seiner Planungen.

Wie die israelische Tageszeitung „Ha’aretz“ berichtet, hatte der Postlieferant Hussam Nablusi aus Ost-Jerusalem Zugang zu zahlreichen offiziellen Gebäuden der israelischen Regierung, darunter auch zum Sitz des Premierministers in Jerusalem. Gegenüber Beamten des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Bet gab der Palästinenser nun zu, er habe eine Bombe zwischen den Paketen und Briefen verstecken, diese in den Amtssitz von Scharon schmuggeln und später per Mobiltelefon zünden wollen.

Der geplante Anschlag war offenbar nur durch die Festnahme Nablusis verhindert worden. Schin Beit-Beamte hatten den Palästinenser verhaftet, nachdem sie ihn bei der Kontaktaufnahme zu Terroristen und den Planungen eines Bombenanschlages auf eine Synagoge im orthodoxen Jerusalemer Stadtteil Mea Schearim beobachtet hatten.

Unmittelbar nach seiner Festnahme führte Nablusi die Beamten auf die Spur von zwei weiteren Palästinensern, die – getarnt als Gemüsehändler – eine 15 Kilogramm schwere Bombe nach Jerusalem geschmuggelt hatten. Offenbar wurde der Sprengsatz, der mit einem Funksender ausgerüstet war, in den palästinensischen Gebieten hergestellt. Diese Bombe, so Nablusi, wollte er im Amtssitz des Premierministers zünden. Der 38-jährige Terrorist muss sich jetzt vor einem israelischen Gericht verantworten.

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