Palästinensischer Jude soll Terrorgruppe geholfen haben

HAIFA (inn) – Ein zum Judentum konvertierter Palästinenser muss sich wegen des Verdachts auf Unterstützung von Terroristen verantworten. Das Bezirksgericht Haifa klagt den 39-Jährigen an, der Terrorgruppe Dschihad al-Islami Hilfe bei der Herstellung von Sprengstoff angeboten zu haben.

Der Verdächtige, Assaf Ben David, stammt aus Tubas im Westjordanland. Dort wurde er als Hussam Sawafta geboren. Im Jahr 1993 trat er zum Judentum über und nahm den neuen Namen an. Er erhielt die israelische Staatesbürgerschaft. Vor kurzer Zeit ist er nach Kirijat Haim nördlich von Haifa gezogen.

Laut den Vorwürfen war der Bruder des Angeklagten, Salah Sawafta, aktives Mitglied der Terrorvereinigung. Er wurde von den israelischen Sicherheitskräften gesucht. Ben David soll zwischen Oktober und Dezember 2006 telefonische Kontakte mit dem Terroristen gehabt haben. Außerdem soll er ihn getroffen haben, obwohl er wusste, dass sein Bruder auf der israelischen Liste stand.

Ben David wird beschuldigt, nach Anfrage Sawaftas eine große Menge Salpetersäure beschafft zu haben. Diese kann eine Zutat für die Herstellung von explosiven Stoffen sein. Offenbar wollte die Terrorgruppe die Säure gegen Israel einsetzen. Der Angeklagte soll seiner Schwester mehrere SIM-Karten für ein Mobiltelefon gekauft haben, damit sie als Verbindungsperson zwischen den Brüdern fungieren konnte. Dadurch hätten die Sicherheitskräfte ihre Gespräche nicht abhören können.

Gemäß der Anklageschrift kam der Bruder am 20. Dezember bei einem Schusswechsel mit israelischen Truppen ums Leben. Deshalb konnte der Beschuldigte das gefährliche Material nicht an ihn weitergeben.

Anklagepunkte gegen Ben David sind die Verschwörung mit einem Feind in Kriegszeiten und Kontakte mit einem ausländischen Agenten. Das berichtet die Tageszeitung “Ha´aretz”.

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