Palästinensischer Farmer erschossen – Israel weiter in Alarmbereitschaft

DSCHENIN (inn) – Israelische Soldaten haben am frühen Freitagmorgen einen palästinensischen Farmer nahe der Autonomiestadt Dschenin in Samaria erschossen. Die Armeeangehörigen hatten in der Gegend nach Terroristen gesucht.

Bei dem Getöteten handelt es sich um Ahmed Abdul Kadir Nazal.

Palästinensischen Augenzeugen zufolge war der 28-Jährige auf dem Weg zu seinem Kornfeld, als er erschossen wurde. Zuvor hätten Palästinenser aus dem nahen Dorf Kabatija auf die Soldaten gefeuert, so die Augenzeugen.

Laut einem Armeesprecher war den Soldaten ein Fahrzeug verdächtig erschienen. Sie forderten den Fahrer auf, anzuhalten und gaben mehrere Warnschüsse ab. Da der Palästinenser die Warnungen jedoch ignorierte, eröffneten sie das Feuer.

Unterdessen befindet sich Israel noch immer in hoher Alarmbereitschaft. Vor öffentlichen Einrichtungen sind verstärkt Polizisten und Wachpersonal im Einsatz. Auch die Bestimmungen für den Zutritt zum Tempelberg wurden verschärft. Männern unter 45 Jahren wurde die Teilnahme am Freitagsgebet verweigert. Nachdem bei Gefechten mit Soldaten im Gazastreifen am Mittwoch 15 Palästinenser ums Leben gekommen waren, befürchtet die Polizei Unruhen.

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