Palästinensischer Demonstrant erliegt Verletzungen

JERUSALEM (inn) - Nach Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften ist am Samstag ein palästinensischer Jugendlicher seinen Verletzungen erlegen. Der 17-Jährige war am Freitag im umkämpften Ostjerusalemer Stadtviertel Silwan durch Schüsse am Bauch verwundet worden.

Am Freitag hatten Palästinenser mehrere Demonstrationen in Jerusalem organisiert. In Silwan gaben israelische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben Schüsse in die Luft ab, als sie mit Steinen beworfen wurden. Ein 34-jähriger maskierter Araber sei festgenommen worden, weil er einen Molotowcocktail bei sich trug, hieß es laut der Zeitung "Ha´aretz".

Der Jugendliche wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort starb er am Samstagmorgen. Seiner Beerdigung ging ein Marsch durch Ostjerusalem voraus.

Weil Araber für den Sonntag Aktionen zum Tag der "Nakba" angekündigt haben, sind die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft. Mit dem arabischen Wort für "Katastrophe" bezeichnen Palästinenser die israelische Staatsgründung am 14. Mai 1948. Am Freitag haben deshalb zahlreiche Ägypter auf dem Tahrir-Platz in Kairo für die "palästinensische Sache" demonstriert. Einige verbrannten Israelflaggen.

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