Die 34-jährige Mutter, Chawla Dschamal Hamdan, ist Polizistin. Sie stammt aus dem Westjordanland. Vor fünf Jahren zog sie wegen ihres Ehemanns Issam in den Gazastreifen. Vor der Geburt hat sie 41 Tage in der israelischen Klinik verbracht, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“.
Hamdan hatte sich im Januar künstlich befruchten lassen. Am 3. Juli wollte sie ihre Verwandten im Westjordanland besuchen und sich dort auf Rat ihrer Ärzte medizinisch behandeln lassen. Denn in den ersten Monaten der Schwangerschaft litt sie unter Diabetes, Bluthochdruck und Blutarmut.
Sie erhielt die Erlaubnis der Israelis zur Ausreise. Doch am Eres-Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Israel setzten vorzeitige Wehen ein. Deshalb wurde die Palästinenserin in das nahe gelegene Barsilai-Krankenhaus gebracht. Dort blieb sie bis zur Geburt in der Intensivstation. Die Neugeborenen, die am Freitag auf die Welt kamen, befinden sich in Brutkästen. Ihr Zustand ist stabil.
Erst am 14. Juli hatte eine Palästinenserin in Gaza drei Jungen und ein Mädchen zur Welt gebracht.