Palästinensische Raketen stören Festumzug

SDEROT (inn) – Palästinensische Raketen haben am Samstag die Umzüge zum Fest der Freude über die Torah in Sderot unterbrochen. Zwei Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen landeten in der Gegend der israelischen Wüstenstadt, richteten allerdings keinen Schaden an.

Während des Festes, Simchat Torah, gibt es traditionell Umzüge (Hakkafot). Dabei werden die Torah-Rollen aus der Synagoge durch die Straßen getragen. Diese Umzüge fanden in diesem Jahr am Freitagabend und am Samstag statt. Obwohl die Menschen in Sderot palästinensische Angriffe befürchteten, wurden die Hakkafot nicht abgesagt. Mehr als 1.000 Juden nahmen daran teil. Dennoch wurde durch die Raketen niemand verletzt. Nach den Angriffen lösten die Organisatoren die Feier auf, wie die Tageszeitung “Jediot Aharonot” berichtet.

Während der Festversammlung sagte Bürgermeister Eli Mojal: “Wir fürchten uns nicht vor dem Abschuss der Kassams. Sie werden uns nicht zerbrechen und wir werden weiterfeiern.”

Zynisch äußerte sich der Leiter des Protestkomitees gegen den Raketenbeschuss, Alon Davidi: “Wir, die Bewohner von Sderot, bedanken uns bei der israelischen Regierung und dem Verteidigungsminister dafür, dass es ihnen mit intensiven Kräften gelungen ist, ein zweistündiges ‘Fenster der Gelegenheiten’ für die zweiten Umzüge zu schaffen, damit wir feiern können. Wir rufen die Regierung dazu auf, die Aktivität in Gaza zu erweitern, um eine endgültige Vernichtung der Kassams herbeizuführen.”

Viele Teilnehmer des Hakkafot waren ohne ihre Kinder gekommen. Manche schickten sie für die Feier nach Netivot, das weiter vom Gazastreifen entfernt und deshalb sicherer ist.

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