Palästinensische Polizei entdeckt Bombenwerkstatt

KALKILIJA (inn) - Die palästinensische Polizei hat in einer Moschee in der Stadt Kalkilija im Westjordanland eine Bombenwerkstatt entdeckt. Acht verdächtige Palästinenser wurden in dem Zusammenhang verhaftet. Das gab Adnan Dmiri, ein Sprecher der Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Ramallah bekannt.

Die Werkstatt sei bereits vor einigen Tagen entdeckt worden, nachdem durch einen Stromausfall in der Moschee ein Feuer ausgebrochen war, teilte Dmiri laut der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an" mit. Bei den Löscharbeiten seien die Einsatzkräfte unter anderem auf Sprengstoff gestoßen. In dem Labor seien zudem fertige Bomben sowie ein 17 Kilogramm schwerer Sprengsatz gefunden worden. Von welcher Organisation die Werkstatt betrieben wurde, gab Dmiri nicht bekannt. Wie der Sprecher weiter mitteilte, hätten alle acht Verhafteten gestanden, in den Vorfall verwickelt zu sein.

Obwohl der Sprecher die Werkstatt nicht der Hamas zuordnete, reagierte die radikal-islamische Organisation auf die Berichte. Hamas-Sprecher Fawsi Barhum bezeichnete Dmiris Erklärungen als Lügen – damit wolle die Palästinensische Autonomiebehörde lediglich dem Widerstand schaden, teilte Barhum in einer Presseerklärung mit. Die Berichte seien außerdem ein Vorwand, um die Verhaftung der acht Palästinenser zu rechtfertigen.

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