Palästinensische „Al-Aksa Märtyrer-Brigade“ in US-Terrorliste aufgenommen

WASHINGTON (inn) – Die „Al-Aksa Märtyrer-Brigade“ ist von den Vereinigten Staaten in die Liste ausländischer Terrororganisationen aufgenommen worden. Dies zieht für die Gruppe finanzielle Sanktionen nach sich und unterbindet mögliche Transaktionen innerhalb der USA.

230 Abgeordnete des amerikanischen Repräsentantenhauses hatten erst am vergangenen Dienstag in einem Schreiben an US-Präsident George W. Bush die Aufnahme von Terrorgruppen in die Liste gefordert. Neben der „Al-Aksa Märtyrer Brigade“ forderten sie auch die Klassifizierung der „Tanzim“-Miliz und „Force 17“ als terroristische Einheiten.

Da nicht angenommen wird, daß die „Al-Aksa“-Gruppe finanzielle Mittel im Ausland hat, sei die Aufnahme dieser Gruppe für Arafat am wenigsten schädlich, so einige Repräsentanten.

„Al-Aksa“ und „Tanzim“ sind Teile der Fatah, des militärischen Armes der PLO. Bei der „Force 17“ handelt es sich um die Sicherheitskräfte von PLO-Chef Yasser Arafat.

Jibril Rajoub, Chef des palästinensischen Geheimdienstes „Al-Amen al-Wikani“, nannte die „Al-Aksa Märtyrer-Brigade“ unterdessen den „ehrenwertesten Teil der Fatah“ und sagte, man werde nicht gegen sie vorgehen. Die Gruppe stärke die politische und sicherheitstechnische Situation der Palästinensischen Autonomiebehörde, so Rajoub.

Die „Al-Aksa Märtyrer-Brigade“ ist für Dutzende von Attentaten innerhalb der letzten 17 Monate verantwortlich. Erst gestern bekannte sich die Gruppe zu einem Attentat in Kfar Saba, dem eine 18jährige Israelin zum Opfer fiel.

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