Palästinenser wegen Putschversuchs gegen Abbas verurteilt

RAMALLAH (inn) - Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat am Montag ein Mitglied der Hamas im Westjordanland zu 18 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. Der Mann wurde für schuldig befunden, einen Putsch gegen die Führung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geplant zu haben. Es ist das erste Mal, dass ein Palästinenser aufgrund dieser Vorwürfe verurteilt wurde.

Bei dem Hamas-Mitglied handelt es sich um den 33-jährigen Muhammad Sliman Katanani. Er wurde bereits vor mehr als zehn Monaten wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet, heißt es in einem Bericht der Tageszeitung “Jerusalem Post”. Bei seinen Verhören habe er gestanden, heimlich mehrere Hamas-Zellen im Westjordanland aufgebaut zu haben. Deren Ziel sei es gewesen, die Regierung von Abbas zu stürzen.

Die Hamas bezeichnete die Anschuldigungen als “lächerliche Lügen”. Fasi Sawaftah, Hamas-Sprecher im Westjordanland, nannte den Verurteilten einen “heiligen Krieger” und “politischen Gefangenen”. Die Sicherheitskräfte hätten nicht bewiesen, dass Katanani oder andere verhaftete Hamas-Unterstützer Waffen gegen die Autonomiebehörde eingesetzt haben. Die Verurteilung sei Teil einer massiven Kampagne gegen die Hamas, mit der versucht werde, die Bewegung zu zerstören, so Sawaftah.

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