Palästinenser wegen Al-Qaida-Mitgliedschaft angeklagt

NABLUS (inn) – Zwei Palästinenser aus der Autonomiestadt Nablus müssen sich vor einem israelischen Militärgericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, Selbstmordattentäter für die Terror-Organisation “Al-Qaida” rekrutiert zu haben, um Anschläge in Israel auszuüben.

Die beiden Angeklagten Assam Abu al-Adas und Balal Hafnawi sind Mitglieder des internationalen Terrornetzwerkes “Islamische Brigaden”, im Volksmund “Al-Qaida” (“Das Fundament”) genannt.

Wie die Tageszeitung “Jediot Aharonot” berichtet, hatten die beiden Angeklagten versucht, eine terroristische Infrastruktur von Al-Qaida in Nablus aufzubauen. Sie pflegten auch Kontakte zu dem Terrornetzwerk in Jordanien. Von dort bezogen sie das Geld für ihre Aktivitäten.

Die Angeklagten hatten zudem geplant, Selbstmordattentäter nach Israel zu befördern. Diese sollten sich laut Medienberichten “unter Restaurantgästen in die Luft sprengen”. In zeitlich nahem Abstand zu diesem Anschlag sollte eine Autobombe in einer benachbarten Straße mittels eines Mobiltelefons gezündet werden. Für die Attentate hatten sie drei Ziele in Tel Aviv und in Jerusalem ausgewählt. Die Palästinenser wollten zudem in Jerusalem ein Haus mieten, um dort ihre Attentate vorzubereiten.

Laut israelischen Sicherheitsquellen wollte die Terrorgruppe in Jordanien auch eines ihrer Mitglieder nach Gaza schicken, das die Angeklagten für die Ausübung von Anschlägen trainieren sollte.

Palästinensischen Sicherheitsquellen zufolge hatten Abu al-Adas und Hafnawi via Internet Kontakte zu einem Agenten der Al-Qaida in Jordanien, der sich um die Finanzierung der Anschläge kümmerte. Die Verbindungen wurden durch die israelische Armee und den Inlandsgeheimdienst Schin Beit abgefangen, die amtlichen Angaben zufolge von Anfang an über die Beziehungen informiert gewesen seien.

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