Palästinenser tötet Israeli mit Maschinengewehr

Nach einem tödlichen Anschlag auf einen Israeli in Jerusalem lobt die Terror-Organisation Hamas den Täter als „Märtyrer“. In Ostjerusalem kommt es zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der Polizei.
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Ermordete einen Israeli in Jerusalem: Der Palästinenser Fadi Mahmud Abu Schuchaidem

Foto: Facebook

Ermordete einen Israeli in Jerusalem: Der Palästinenser Fadi Mahmud Abu Schuchaidem

JERUSALEM (inn) – Ein Palästinenser hat am Sonntag nahe der Jerusalemer Klagemauer einen israelischen Juden mit einem Maschinengewehr erschossen, zwei weitere erlitten teils schwere Verletzungen. Sicherheitskräfte töteten den Angreifer, der zur Terror-Organisation Hamas gehört. Bei dem Feuerwechsel verletzte er außerdem zwei Polizisten leicht.

Bei dem Todesopfer handelt es sich um den 26-jährigen Elijahu David Kay. Er war vor fünf Jahren aus Südafrika eingewandert und stand als Touristenführer in Diensten der „Stiftung für das Erbe der Klagemauer“. Zum Zeitpunkt des Anschlags befand er sich auf dem Weg zu einer Führung. Er lebte in der zentralisraelischen Stadt Modi’in. Bis August 2019 diente er in der Armee. Am Montagnachmittag wurde er auf dem Jerusalemer Giv’at-Schaul-Friedhof beerdigt.

Elijahu David Kay wurde bei dem palästinensischen Terroranschlag getötet Foto: Privat
Elijahu David Kay wurde bei dem palästinensischen Terroranschlag getötet

Die beiden Verletzten sind Ultra-Orthodoxe, die am Morgen an der Klagemauer gebetet hatten. Sie wurden in das Scha’are-Zedek- und in das Hadassah-Krankenhaus Ein Kerem eingeliefert. Die Ärzte teilten am Montagmittag mit, der Zustand des einen Schwerverletzten habe sich stabilisiert, sei aber kritisch. Der zweite Verletzte wurde am Montag aus dem Hadassah-Krankenhaus entlassen.

Hamas lobt „Märtyrer“

Der Täter, Fadi Mahmud Abu Schchaidem, gehörte nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden dem politischen Zweig der Hamas an. Er sei Lehrer in Ostjerusalem gewesen und habe regelmäßig am Tempelberg gebetet.

Die Hamas würdigte den Attentäter indes als „Märtyrer“. Seine Tat diene als Warnung an die „kriminelle Besatzung“. „Einzig die Option des umfassenden Widerstandes in allen Formen, besonders des bewaffneten Widerstandes, ermöglicht es, den Feind einzuschränken und seine Aggression zu stoppen“, hieß es in einer Mitteilung. Die Hamas kündigte zudem eine „abschreckende Reaktion“ an.

Am Sonntagabend kam es in Ostjerusalem zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Hunderte marschierten zu Ehren des Terroristen durch das Flüchtlingslager Schuafat. Palästinenser warfen Steine auf die Sicherheitskräfte, die Polizei setzte Tränengas ein.

Von: df

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