Palästinenser stirbt bei Familienfehde

CHAN JUNIS (inn) – Eine Familienfehde im südlichen Gazastreifen hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Bei Auseinandersetzungen am Sonntagabend wurde ein 18-jähriger Palästinenser tödlich getroffen.

Bei dem Toten handelt es sich um Muhammad al-Masri. Ein 16-jähriger Verwandter von ihm wurde schwer verwundet. Der Streit zwischen den Familien Al-Masri und Abu Taha tobt seit zwei Jahren in der Stadt Chan Junis. Wie die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“ berichtet, sind dabei bisher 21 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Darunter waren auch viele Palästinenser, die mit den beiden Clans nichts zu tun haben.

Palästinenser stirbt nach Protest gegen Entführung

Am Samstagabend erlag der 18 Jahre alte Rabi Abid Rabbo seinen Verletzungen, die er bei einer Protestkundgebung im nördlichen Gazastreifen erlitten hatte. Die Demonstranten wandten sich gegen die Entführung des Chauffeurs des ehemaligen Geheimdienstoffiziers Abu Jasmin Abu Samhadana. Der Fahrer, Madschdi Abid Rabbo, war zuvor von bewaffneten Palästinensern verschleppt worden.

Seine Familie protestierte in Dschabalija gegen die Tat. Bewaffnete stellten sich den Demonstranten in den Weg und schossen in die Menge. Rabi wurde schwer verwundet. Der Entführte kam nach wenigen Stunden wieder frei. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, weil er sich während der Geiselhaft Verletzungen zugezogen hatte.

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