Palästinenser stirbt bei Einsturz von Schmuggeltunnel

RAFAH (inn) - Ein Palästinenser ist am Mittwoch beim Einsturz eines Tunnels ums Leben gekommen. Offenbar diente der unterirdische Gang zum Schmuggel von Waren aus Ägypten in den Gazastreifen.

Wie die Tageszeitung „Ma´ariv“ berichtet, hielt sich der Schmuggler Muhammad al-Baschiti mit fünf weiteren Palästinensern in dem Tunnel auf. Nach palästinensischen Angaben wollte er demonstrieren, wie stark die Wände seien. Er schlug mit einem Stab an die Decke, die einstürzte. Al-Baschiti starb in den Trümmern. Seine fünf Begleiter entkamen, einer erlitt Verletzungen.

Der Tunnel war 600 Meter lang und befand sich etwa zehn Meter unter der Erdoberfläche. Er begann im südlichen Gazastreifen und endete im ägyptischen Teil der Grenzstadt Rafah. Es handelt sich um einen alten Gang, der restauriert und verstärkt werden sollte. Unter den Trümmern wurden auch elektrische Ausrüstung und Lampen begraben.

Israelische Sicherheitsexperten vermuten, dass es in der Gegend mehrere Dutzend Tunnel gibt. Auf diese Weise können sich Terroristen zwischen Ägypten und dem Gazastreifen bewegen. Zudem dienen die Gänge zum Schmuggel von Waffen und Drogen.

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