Laut dem Plan soll der Zugang zu den archäologischen Stätten rund um die Klagemauer erhalten und verbessert werden. So müssten weitere Zufahrtswege für Rettungsdienste geschaffen und die Zugänge für behinderte Menschen erweitert werden. Zudem sollen Bildungsaktivitäten für Studenten und Soldaten organisiert werden.
Laut einer Mitteilung des Premierministerbüros ist das Vorhaben die direkte Fortsetzung eines 2004 beschlossenen Fünfjahresplanes. Die damaligen Investitionen hätten zu einem enormen Anstieg der Besucherzahlen an der Klagemauer von „zwei Millionen Menschen auf acht Millionen im Jahr 2009“ geführt.
„Die Klagemauer ist die wichtigste Kulturerbestätte des jüdischen Volkes. Wir sind dazu verpflichtet, sie zu entwickeln und zu erhalten, damit sie weiter im Fokus der Besucher bleibt und weiterhin eine Quelle der Inspiration für Millionen von Besuchern, Touristen, Jungen und Alten aus Israel und der ganzen Welt ist“, kommentierte Premierminister Benjamin Netanjahu den Plan.
Laut Regierungssprecher Mark Regev werde durch die Umsetzung des Planes der „Status quo“ in der Stadt nicht verändert. Regev betonte, dass von dem Vorhaben keine für Juden und Muslime heiligen Stätten betroffen seien.
Die PA übte dennoch Kritik an dem Plan. „Alle israelischen Aktivitäten im besetzten Teil Jerusalems sind illegal“, sagte Ghassan Chatib, ein Sprecher der Behörde. Das Vorhaben gefährde den Friedensprozess, da dieser ein Ende „der Besatzung Ostjerusalems erfordert“.