Eine Zweistaatenlösung befürworteten 54,8 Prozent der Umfrageteilnehmer. 26,7 Prozent waren jedoch der Meinung, das historische Palästina dürfe nicht geteilt werden, es müsse daher einen bi-nationalen Staat geben. 7,6 Prozent bevorzugten andere, nicht näher genannte, Lösungen und 4,9 Prozent waren der Ansicht, es gebe keine Lösung für den Nahostkonflikt. Der Rest der Teilnehmer wollte keine Antwort geben.
Im Vergleich der beiden palästinensischen Regierungen schnitt die Führung im Westjordanland besser ab. 54,4 Prozent der Palästinenser gaben an, die dortige Regierung unter Premierminister Salam Fajjad arbeite besser als die Hamas-Regierung im Gazastreifen unter Premier Ismael Hanije. 22,8 Prozent hielten die Arbeitsleistungen beider Regierungen für gleich und 17 Prozent sagten, die Hamas-Regierung arbeite besser.
Ein Drittel mit wirtschaftlicher Lage zufrieden
Ihre wirtschaftliche Situation bezeichneten 39,7 Prozent der Befragten als mittelmäßig, 32,7 Prozent als gut und 27,6 Prozent als schlecht.
Auf die Frage, was ihnen derzeit die meisten Sorgen bereite, nannten 43,5 Prozent „die Arbeit und das Geld“. 30 Prozent der Palästinenser gaben „die Zukunft“ an. 15,8 Prozent zeigten sich in erster Linie über die Gesundheit besorgt und 10,6 Prozent nannten die Sicherheit. Die restlichen Befragten wussten hierauf keine Antwort.
Die Umfrage wurde vom 2. bis zum 10. August durchgeführt. Befragt wurden 1.010 Palästinenser aus dem Westjordanland, dem Gazastreifen und Ostjerusalem.