Palästinenser gegen Todesstrafe

RAMALLAH (inn) - Die Mehrheit der Palästinenser lehnt die Todesstrafe in den Autonomiegebieten ab. Das ergab eine aktuelle Umfrage des "Palästinensischen Zentrums für Öffentliche Meinung" (PCPO).

Demnach sprachen sich 66,9 Prozent der Befragten gegen die Todesstrafe aus, 28,5 Prozent waren dafür. 57,4 Prozent der Teilnehmer sprachen sich in der derzeitigen Situation gegen Selbstmordanschläge in Israel aus. 37,8 Prozent der Palästinenser befürworteten auch zum jetzigen Zeitpunkt solche Attentate.

Auf die Frage, welchen US-Präsidentschaftskandidaten sie bevorzugen würden, gaben 33,5 Prozent  den Republikaner John McCain an. Für den Demokraten Barack Obama stimmten 27,7 Prozent. 30,4 Prozent der Befragten antworteten mit "keinen von beiden".

Bei der Frage, zu welchem Grad die europäische und die US-amerikanische Finanzhilfe zum Wohlbefinden der Palästinenser beitrage, waren die Befragten geteilter Meinung. 44,6 Prozent von ihnen gaben an, die Hilfe trage zu einem "hohen Grad" bei. 44,8 Prozent der Palästinenser meinten, die Unterstützung wirke sich nur mittelmäßig auf das Wohlbefinden des palästinensischen Volkes aus.

Wenn heute in den Palästinensergebieten Präsidentschaftswahlen wären, mit Hamas-Führer Ismael Hanije und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas als Kandidaten, würde Letzterer gewinnen. 46,6 Prozent der Teilnehmer würden derzeit für Abbas stimmen. Hanije erhielte 24,8 Prozent der Stimmen.

Die Umfrage wurde zwischen dem 1. und 10. September durchgeführt. Direkt befragt wurden 1.020 Palästinenser über 18 Jahren aus dem Westjordanland, Ostjerusalem und dem Gazastreifen.

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