Palästinenser fordern Boykott von Jerusalemer Tourismuskonferenz

RAMALLAH / JERUSALEM (inn) - Die palästinensische Tourismusministerin Chulud Daibes hat die Staatengemeinschaft dazu aufgerufen, die für Ende März geplante internationale Tourismuskonferenz in Jerusalem zu boykottieren.

Einem Bericht der Tageszeitung "Jediot Aharonot" zufolge hat Daibes einen Brief an 30 Länder geschickt, deren Tourismusminister von Israel zu der Konferenz eingeladen worden waren. In dem Schreiben weist sie darauf hin, dass eine Teilnahme an der Veranstaltung der Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt gleichkomme.

"Die Teilnahme von offiziellen internationalen Vertretern an dieser Konferenz ist problematisch, vor allem während dieser kritischen Zeit der internationalen Bemühungen, den israelisch-palästinensischen Konflikt zu lösen und einen permanenten Status für Jerusalem zu finden", sagte Daibes gegenüber "Jediot Aharonot".

Israels Tourismusminister Stas Misezhnikov bedauerte den Boykottaufruf. Tourismus sei eine Brücke für den Frieden, für Dialoge und für Verständnis zwischen den Nationen. Er helfe sowohl Israel als auch den Palästinensern finanziell, so Misezhnikov.

Die Konferenz wurde vom israelischen Tourismusministerium und von der Stadtverwaltung Jerusalem organisiert und ist die erste dieser Art. Sie soll vom 29. bis 31. März stattfinden. Bislang seien noch keine Absagen eingetroffen.

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