Palästinenser erschießen Fatah-Mitglied

GAZA (inn) – Ein Fatah-Aktivist ist am Sonntag im Gazastreifen von Unbekannten erschossen worden. Die rivalisierende Hamas wies jegliche Verbindung zu dem Mord zurück.

Bei dem Toten handelt es sich um den 27-jährigen Mohammed Schehada. Er arbeitete für den Präventiven Sicherheitsdienst der Autonomiebehörde. Am frühen Morgen wurde er im Flüchtlingslager El-Burejdsch durch zwei Kugeln an der Brust getroffen. Auf dem Weg in ein Krankenhaus in Gaza erlag er seinen Verletzungen.

Die Hamas erklärte in einer Mitteilung gegenüber der unabhängigen palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma´an“: „Wir sind nicht in dieses feige Attentat verwickelt.“

Als Reaktion auf den Mord steckten Mitglieder der Familie Schehada zwei Fahrzeuge in Brand. Eines gehört den Exekutivtruppen des palästinensischen Innenministeriums, die sie für das Attentat verantwortlich machen. Außerdem blockierten zahlreiche Palästinenser eine Hauptstraße südlich von Gaza-Stadt. Die Demonstranten, unter denen auch Mitarbeiter des Präventiven Sicherheitsdienstes waren, forderten ein Ende der Sicherheitsprobleme und des Waffenchaos auf der Straße. Ferner verlangten sie, dass die Mörder streng bestraft würden.

Palästinensische Sicherheitsquellen berichteten des Weiteren von der Entführung eines Palästinensers im nördlichen Gazastreifen. Er gehöre ebenfalls der Fatah an.

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