Online-Antisemitismus konfrontiert junge Israelis

JERUSALEM (inn) – Mehr als zwei Drittel der israelischen Jugendlichen haben bereits Antisemitismus im Internet erfahren. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Anti-Defamation League (ADL) unter jüdischen Israelis im Teenageralter hervor.
Junge Israelis machen im Internet immer wieder Erfahrungen mit Antisemitismus.
Junge Israelis machen im Internet immer wieder Erfahrungen mit Antisemitismus.

Von den Teilnehmern gaben 69 Prozent an, sie seien bereits online mit Antisemitismus konfrontiert worden. 76 Prozent von ihnen haben antijüdische Karikaturen oder Symbole wie Hakenkreuze wahrgenommen. Antisemitische Äußerungen sind 70 Prozent begegnet. Ähnlich viele haben Online-Netzwerke besucht, in denen sich antijüdische Äußerungen fanden. Videos oder Lieder mit antisemitischem Inhalt haben 63,5 Prozent angesehen oder gehört. Überdies sagten 46 Prozent, sie seien auf antijüdische Webseiten gestoßen.
Die Teenager wurden auch gefragt, ob sie schon einmal nur deshalb angegriffen worden seien, weil sie Israelis sind. Dies bejahten 36 Prozent der Teilnehmer. 25 Prozent von ihnen wurde wegen ihrer Staatsangehörigkeit der Zugang zu bestimmten Internetseiten verweigert. Fast ebensoviele haben verbale Angriffe erfahren. Außerdem wurden 9 Prozent nach eigenen Angaben aus Foren ausgeschlossen und 6 Prozent körperlich bedroht.
Von den Betroffenen haben 59 Prozent auf solche Vorfälle reagiert: Fast 37 Prozent von ihnen wandten sich direkt an die Provider der entsprechenden Seiten. Jeder Fünfte bat einen Freund um Hilfe.
Anlass für die Studie war das 100-jährige Bestehen der Antidiffamierungsliga in diesem Jahr. für das ADL-Büro in Jerusalem hatte das Institut „Geocartography“ Mitte Oktober 500 jüdisch-israelische Jugendliche befragt.
Ein ausführlicher Hintergrund zur ADL ist hier zu lesen: http://www.israelnetz.com/hintergrund/detailansicht/aktuell/100-jahre-antidiffamierungsliga/#.Unz2KVPu3m0.

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