Olmert und Abbas streifen Endstatus-Themen

JERUSALEM (inn) - Israels Premier Ehud Olmert und Palästinenserchef Mahmud Abbas haben bei ihrem Treffen am Dienstag auch Endstatus-Fragen angesprochen. Dabei ging es unter anderem um die Jerusalem-Frage und mögliche israelisch-palästinensische Staatsgrenzen.

Die beiden Politiker kamen in der Residenz des israelischen Premierministers in Jerusalem zusammen. Sie vereinbarten, sich bis zur internationalen Friedenskonferenz in Washington zwei weitere Male zu treffen. Das nächste gemeinsame Gespräch soll kurz vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchanah stattfinden, das in diesem Jahr auf den 13. September fällt. Das berichtet die Tageszeitung „Jediot Aharonot“.

Gemeinsame Erklärung geplant

Israelis und Palästinenser wollen vor der internationalen Konferenz im November eine Erklärung von Grundsätzen ausarbeiten. Dazu soll ein israelisch-palästinensisches Team gebildet werden. Man könne allerdings noch nicht sagen, ob die Erklärung in Washington eingebracht werden könne, hieß es aus einer ranghohen Quelle im Büro des israelischen Premiers. „Es gibt einen großen Unterschied zwischen einer Vereinbarung und einem frühen, allgemeinen Konzept“, ließ die Quelle weiter verlauten. „Zu diesem Zeitpunkt ist keine Abmachung erreicht worden und die Diskussionen gehen weiter.“

Olmert und Abbas sprachen auch über die Philadelphi-Route nördlich der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen. Ein Treffen israelischer, palästinensischer, ägyptischer und US-amerikanischer Vertreter zu diesem Thema ist angedacht. Des Weiteren ging es um das Amnestie-Abkommen zwischen Israel und der Fatah. Beide Seiten äußerten ihre Zufriedenheit mit dem bisherigen Verlauf. Ungefähr 150 von 180 Palästinensern hätten ihre Waffen abgegeben, nachdem sie aus der Liste der von Israel gesuchten mutmaßlichen Terroristen gestrichen worden waren.

Für den Oktober ist eine israelisch-palästinensische Wirtschaftskonferenz geplant. Daran sollen Olmert, Abbas und der Gesandte des Nahost-Quartetts, Tony Blair, teilnehmen. Zudem werden etwa 100 Geschäftsleute aus Israel und den Autonomiegebieten erwartet.

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