Olmert: Israel offen für “vernünftigen” Gefangenenaustausch

JERUSALEM (inn) – Israel ist prinzipiell bereit, in “vernünftiger” Weise palästinensische Häftlinge gegen den entführten Soldaten Gilad Schalit auszutauschen. Das sagte Premierminister Ehud Olmert am Montag gegenüber dem kanadischen Fernsehsender CBC.

Olmert teilte nicht mit, wie viele Palästinenser für den 20-Jährigen freikommen könnten. Doch “es werden definitiv nicht 1.400 sein”, wie von den Palästinensern laut Medienberichten unlängst gefordert. Offiziell gibt es keine Bestätigung für die Zahl der Namen auf einer Liste der Hamas. Aber nach palästinensischen Angaben finden sich dort auch Araber, die wegen der Beteiligung an tödlichen Anschlägen verurteilt wurden. Der palästinensische Premier Ismail Hanije hat bekannt gegeben, darunter sei Marwan Barghuti, der frühere Führer der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden im Westjordanland. Er gilt als Anführer der so genannten “Al-Aksa-Intifada” und sitzt wegen mehrfachen Mordes in israelischer Haft.

Der israelische Regierungschef fügte hinzu, ein vernünftiger Austausch werde sich nach “Standards des Nahen Ostens” richten. Möglicherweise werde er mehr palästinensische Häftlinge enthalten, als europäische oder nordamerikanische Regierungen für einen entführten Soldaten freilassen würden.

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