Olmert in Südafrika – Proteste von Moslems

PRETORIA (inn) – Israels Vize-Premier Ehud Olmert hat am Mittwoch einen Wirtschaftsvertrag mit Südafrika abgeschlossen. Er ist der ranghöchste israelische Regierungsvertreter, der das Land seit dem Ende der Apartheid 1994 besucht.

Engere Beziehungen zwischen Südafrika und Israel könnten zu besseren Verbindungen zu anderen afrikanischen Staaten führen, sagte Olmert. Südafrika erhofft sich von dem Vertrag eine stärkere Zusammenarbeit mit Israel auf Gebieten wie Landwirtschaft, Bergbau oder Wasserwirtschaft.

Olmerts Besuch in Südafrika hat den Zorn von ortsansässigen Moslems hervorgerufen. Wie die Tageszeitung “Jerusalem Post” berichtet, demonstrierten am Wochenende Hunderte von ihnen in drei Städten. Sie forderten, dass die südafrikanische Regierung die Beziehungen zu Israel abbreche.

Am Mittwoch versammelten sich einige Demonstranten vor dem Sandton Convention Center, in dem das Abkommen unterzeichnet wurde. Sie skandierten “Freies Palästina” und hielten Plakate mit der Aufschrift “Boykottiert das Apartheid-Israel” hoch. Die Kundgebung wurde von Polizisten zerstreut, bevor Olmert das Gebäude erreichte.

Der israelische Minister räumte ein, dass es “bei manchen Menschen in Südafrika eine gewisse Besorgnis” über seinen Besuch gebe. Doch er fügte hinzu, dass seine Regierung entschlossen sei, den Konflikt mit den Palästinensern zu lösen. Niemand in Israel sei glücklich, “diesen Krieg für immer weiterzutragen”, wurde Olmert von der Südafrikanischen Presseagentur zitiert.

Aus der südafrikanischen Regierung hieß es, der Besuch sei Teil einer Serie von Treffen mit palästinensischen und israelischen Vertretern. Diese habe das Ziel, den beiden Seiten zu helfen, eine gemeinsame Grundlage zu finden. Südafrika ist Israels wichtigster Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent.

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