Die Frage der Grenzen sei nach seiner Überzeugung die einfachste der drei „Kernfragen“ des israelisch-palästinensischen Konfliktes, so Olmert laut einem Bericht der Zeitung „Ha´aretz“ vom Mittwoch. Die anderen beiden betreffen die palästinensischen Flüchtlinge und den Status von Jerusalem. Bezüglich der Grenzen könnten die Verhandlungspartner auf frühere Abmachungen und internationale Unterstützung zurückgreifen – wie etwa auf einen Brief von US-Präsident George W. Bush, der auf Gebiete mit bestimmten Bevölkerungskonzentrationen eingehe.
Nach Olmerts Angaben gibt es bei den Verhandlungen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) keine Verzögerungen. Treffen fänden regelmäßig statt. „Ich höre von Äußerungen der Zufriedenheit über die Ernsthaftigkeit, in der die Gespräche fortschreiten.“ In der kommenden Woche will Olmert mit dem PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas zusammenkommen.
Merkel äußert Verständnis für israelische Militäraktionen in Gaza
Am Dienstag hatte sich der israelische Premier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Horst Köhler getroffen. Merkel bekundete anschließend bei einer gemeinsamen Pressekonferenz Unterstützung für die israelische Reaktion auf die palästinensischen Raketenangriffe: „Die Lösung für das Leiden der Bewohner von Gaza ist ein Ende der Raketenangriffe.“ Ihrer Ansicht nach lasse der vom Gazastreifen ausgehende Terror Fragen danach aufkommen, „wie man antworten soll und wie man die Hamas davon abhalten kann“. Die humanitäre Lage im Gazastreifen sei schwierig. „Wir versuchen, möglichst viel zu helfen. Aber zuerst muss der Beschuss israelischer Städte aufhören.“