Olmert bedauert Entscheidung gegen Ramon

JERUSALEM (inn) – Nach dem Urteil gegen Haim Ramon hat Israels Premier Ehud Olmert sein Bedauern ausgedrückt. Außenministerin Zipi Livni forderte, die Entscheidung der Richter müsse respektiert werden.

Aus dem Büro des Premierministers hieß es, Olmert bekunde “sein tiefes Bedauern über die Verurteilung seines Freundes Haim Ramon”. Livni sagte, ihr persönlich tue das Urteil Leid. Aber die Öffentlichkeit müsse es akzeptieren. “Ich glaube vollauf an das Justizsystem.” Dem früheren Justizminister Ramon wird vorgeworfen, eine Soldatin gegen ihren Willen geküsst zu haben. Nach seiner Darstellung hatte sie hingegen zuvor mit ihm geflirtet.

Der Likud-Abgeordnete Juval Steinitz forderte infolge der richterlichen Entscheidung, der Ausdruck “sexuelle Belästigung” müsse juristisch neu definiert werden: “Ramons Verurteilung macht es für die Knesset notwendig, Änderungen im Gesetz über sexuelle Belästigung zu erwägen. Es kann nicht sein, dass ein Missverständnis zwischen einem Mann und einer Frau, das bei einem der beiden gewaltiges Unbehagen auslöst, in einer Verurteilung endet.”

Arieh Eldad von der Liste “Nationale Union-Nationalreligiöse Partei” begrüßte das Urteil, weil es die Regierung weiter ins Wanken bringe. “Die Gerichtsentscheidung schlägt einen weiteren Nagel in den Sarg der Olmert-Regierung”, sagte der Abgeordnete laut der Zeitung “Ha´aretz”. “Das Kabinett ist das korrupteste und kriminellste, das Israel in seiner Geschichte je hatte. Die Regierung muss zurücktreten, es muss Neuwahlen geben.”

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