Offensive im Gazastreifen: 20 Tote am Mittwoch

GAZA (inn) - Bei israelischen Militäreinsätzen im Gazastreifen sind am Mittwoch 20 Palästinenser getötet worden. Unter ihnen ist auch ein Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters. Die israelische Armee hatte ihre Operationen in dem Gebiet ausgeweitet, nachdem Palästinenser aus einem Hinterhalt drei Soldaten erschossen hatten.

Bei Luftangriffen starben zahlreiche Terroristen, aber auch ein Bauer und fünf Kinder unter 16 Jahren. Der 23-jährige Kameramann Fadel Schana war in einem Fahrzeug unterwegs, das von einer Rakete getroffen wurde. Er kam ums Leben, zwei weitere Journalisten erlitten Verletzungen. Laut der Zeitung „Ha´aretz“ zeigten Bilder, dass der Wagen mit dem in der Region üblichen „TV“-Schild gekennzeichnet war.

Israelische Vertreter äußerten ihr Bedauern über den Tod des Reuters-Mitarbeiters. „Doch man muss daran erinnern, dass es in der Gegend täglich Kämpfe gegen Terrorzellen gibt. Dieses Kämpfen bringt die Presse und andere Unbeteiligte, die in der Nähe sind, in Gefahr.“

Fajjad: Verhandlungen gehen weiter

Die Regierung der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah verurteilte die israelischen Angriffe. Die Friedensgespräche würden allerdings dadurch nicht ins Stocken geraten. Die Verhandlungen hätten das Ziel, Israels „feindliche Einfälle, Besatzung und das tägliche Töten“ zu beenden, sagte Premierminister Salam Fajjad vor Journalisten.

Am Mittwochmorgen hatten Palästinenser in der Nähe des Gazastreifens ein Attentat auf israelische Soldaten verübt. Drei Israelis kamen ums Leben. Daraufhin blieb das Treibstofflager von Nahal, von dem aus der Gazastreifen versorgt wird, vorerst geschlossen. Israel hatte die Lieferungen eine Woche zuvor eingestellt, nachdem Terroristen zwei Mitarbeiter des Lagers ermordet hatten.

In Dschenin im Westjordanland töteten israelische Fallschirmjäger unterdessen zwei Palästinenser. Nach palästinensischen Angaben handelt es sich um einen Terroristen des Islamischen Dschihad und einen 16-jährigen Jungen. Aus der Armee hieß es hingegen, beide seien Terroristen gewesen. Bei den Leichen hätten sich ein Sprengsatz, ein Maschinengewehr mit Munition und Nachtsichtgeräte befunden.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen