Offensive gegen Geschlechtertrennung in Bussen

JERUSALEM (inn) – Die jüdische Reformbewegung in Israel hat geschlechtertrennende Busse als “illegal” kritisiert. Das Busunternehmen “Egged” hatte zu Beginn der Woche zwei neue Linien für ultra-orthodoxe Juden eingeführt, auf denen Männer und Frauen getrennt fahren.

Die geschlechtertrennenden Busse sind auch als “Mehadrin” bekannt. Mit der Einführung der beiden neuen Linien zwischen Ofakim und Bnei Brak sowie zwischen Ofakim und Jerusalem gibt es 30 dieser Linien in Israel. Die Linie 494 ist die einzige durchgehende Verbindung zwischen Jerusalem und Ofakim im Negev. Die alternative Route führt über zwei verschiedene Buslinien und kostet doppelt soviel wie die “Mehadrin”. Dies berichtet die Tageszeitung “Ha´aretz”.

Das IRAC (Israel Religious Action Center) ist die Rechtsabteilung der israelischen Reformbewegung. Es sei nicht generell gegen eine Linie speziell für ultra-Orthodoxe Juden. Außerdem fordert das IRAC, dass Busse mit Geschlechtertrennung nur in Orten fahren, in denen es auch eine Buslinie für beide Geschlechter gibt. “Die momentane Regelung schadet den Grundrechten nach Menschenwürde und Freiheit”, so das IRAC. Die religiöse Bewegung droht mit einer Klage gegen das Busunternehmen vor dem Obersten Gerichtshof.

“Unsere Busse sind nicht ausschließlich für ultra-orthodoxe Juden”, wehrt sich “Egged”. Jeder, der sich durch die geschlechtertrennenden Busse angegriffen fühle, solle sich beim Verkehrsministerium beschweren.

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