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Oberrabbiner: „Al-Aksa-Moschee darf nicht beschädigt werden“

JERUSALEM (inn) – Kein Mensch hat das Recht, heilige Stätten des Islam zu schänden. Das sagte der israelische Oberrabbiner Jona Metzger in einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender „Al-Dschasira“.

„Niemand darf es wagen, Stätten zu beschädigen, die dem Islam heilig sind“, so Rabbi Metzger. „Die Wege der Torah sind Wege der Milde, und unser Ziel soll nicht mit Gewalt verwirklicht werden. Viele Israelis glauben an den Grundsatz ‚leben und leben lassen‘. Die Beschädigung heiliger Stätten verträgt sich nicht damit und wäre eine schwere Beleidigung, die schlimme Auswirkungen nach sich zöge.“

Der aschkenasische Oberrabbiner wandte sich in diesem Zusammenhang allerdings auch an die Moslems: „Ich rufe auch die moslemischen Religionsführer auf, dieselbe Botschaft an ihre Gläubigen weiterzugeben, um antisemitische oder terroristische Versuche zu verhindern, Stätten zu schänden, die uns heilig sind. Dazu gehören Synagogen in der ganzen Welt, wo es sich in letzter Zeit mehrere Male ereignet hat.“

Auf die Frage, ob die Gefahr eines Angriffs von jüdischen Extremisten auf die Moscheen des Tempelberges akut sei, antwortete Rabbi Metzger: „Wenn etwas dergleichen existiert, ist es eine sehr kleine Minderheit. Es erscheint mir nicht logisch, aber weil es auf jeder Seite unvernünftige Menschen gibt, muss man immer damit rechnen. Wenn jemand meint, er habe ein nationales Motiv, dies zu tun, muss er sich das aus dem Kopf schlagen.“

Das Gespräch, das am vergangenen Donnerstag aufgezeichnet wurde, war das erste Fernsehinterview von „Al-Dschasira“ mit einem israelischen Oberrabbiner.

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