Neues System kundschaftet verdächtige Flugobjekte aus

PALMAHIM (inn) - Die israelische Armee hat am Dienstag auf ihrer Basis in Palmahim ein neues System vorgestellt, welches in der Lage ist, Flugzeuge auf eine Entfernung von etwa 70 Kilometern auszukundschaften. Das Gerät soll bei der Entscheidung helfen, ob ein sich verdächtig verhaltendes Luftfahrzeug abgefangen werden soll oder nicht.

Das System mit dem Namen „Sniper“ wurde von der israelischen Verteidigungsindustrie entwickelt. Es enthält zwei Kameras, welche nachtsichtfähig sind. Damit ist es in der Lage, Flugzeuge aufzuspüren und zu verfolgen, auch wenn diese mit sehr hohen Geschwindigkeiten unterwegs sind. Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ meldet, sollen die optischen Geräte nahe aller im Land stationierten Raketenabwehrsysteme aufgebaut werden.

Das Gerät wurde entwickelt, da die Anzahl der Fälle, in denen sich Luftfahrzeuge verdächtig verhalten hatten, enorm angestiegen war. Die Luftwaffe der Armee war vermehrt in Alarmbereitschaft versetzt worden, um die verdächtigen militärischen oder zivilen Objekte abzufangen. Im Jahr 2004 war die Luftwaffe 2.349 Mal in Alarmbereitschaft versetzt worden. Zwei Jahre später gab es bereits 4.977 solcher Fälle. Allein in diesem Jahr wurde die Luftwaffe 5.743 Mal in Alarmbereitschaft versetzt, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Alarm wird ausgerufen, sobald ein Flugobjekt, welches sich bis auf 1.000 Kilometer Israel genähert hat, nicht auf Kommunikationsversuche des israelischen Luftkontrollzentrums reagiert.

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