Neuer Spionagesatellit im All

TEL AVIV (inn) - Israel hat am Dienstag vom Luftwaffenstützpunkt Palmachim südlich von Tel Aviv einen neuen Spionagesatelliten ins Weltall geschickt. Laut dem Verteidigungsministerium handelt es sich bei "Ofek 9" um einen der am weitesten entwickelten Satelliten, die das Land bisher ins All geschossen hat.

Verteidigungsminister Ehud Barak lobte den erfolgreichen Start. Nur wenige Staaten, vor allem solche von der Größe Israels, seien in der Lage, mit so einer komplexen Herausforderung umzugehen. „Der erfolgreiche Start ist ein Ausdruck des Mutes, des Denkens und der weitreichenden Fähigkeiten der Verteidigungsindustrie und des Sicherheitsapparates in Israel“.

Der 300 Kilogramm schwere Satellit wird die Erde in einer Höhe von etwa 600 Kilometern in Form einer Ellipse umkreisen. Mindestens vier Jahre lang soll er Fotos der Erdoberfläche zur Kontrollstation senden. Er ist mit einer besonders hochauflösenden Kamera ausgestattet, heißt es laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Zur genauen Mission des Satelliten machte das Verteidigungsministerium keine Angaben. In den israelischen Medien heißt es jedoch, „Ofek 9“ soll zur militärischen Aufklärung vor dem Hintergrund des Atomstreits mit dem Iran beitragen.

Israel schießt seit den 1980er Jahren etwa alle zweieinhalb Jahre einen neuen Satelliten ins All. Im September 2004 misslang der Start einer Rakete mit dem Satelliten „Ofek 6“. In den vergangenen Wochen waren Südkorea und Indien bei den Versuchen gescheitert, Satelliten ins All zu schießen.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen