Neuer Glanz für den “Schrein des Bab”

HAIFA (inn) - Die Restaurationsarbeiten am "Schrein des Bab" in Haifa sind abgeschlossen. Die vergoldete Kuppel der Bahai-Stätte erstrahlt in neuem Glanz. Der Schrein am Berg Karmel gilt nun auch als erdbebensicher.

Der Schrein war 1954 fertiggestellt worden. Sonne, Winde und die salzige Meeresluft hatten der goldenen Kuppel über die Jahre hinweg jedoch zugesetzt. Ein internationales Team aus Experten für Restaurationsarbeiten und Freiwilligen brachte nun fast 12.000 neue Platten an der Kuppel an und führte alle notwendigen Arbeiten zum Erhalt der Weltkulturerbestätte aus. Gleichzeitig wurde das Gebäude erdbebensicher gemacht. Die Kosten für die zweieinhalb Jahre dauernden Restaurierungsarbeiten beliefen sich auf rund sechs Millionen Dollar.

"Die neuen goldenen Platten sind gegenüber den örtlichen Bedingungen fünf bis sechs Mal beständiger als es die alten waren. Sie sollten 200 bis 300 Jahre halten", sagte der zuständige Projektmanager Saeid Samadi laut der Tageszeitung "Jerusalem Post".

Hintergrund

Die Bahai-Religion entstand Mitte des 19. Jahrhunderts im Iran. Dort werden die Anhänger jedoch bis heute verfolgt. Stifter der Religion ist Bahá’u’lláh. Als dessen Wegbereiter gilt Bab – der Gründer der religiösen Gemeinschaft des Babismus, die später in der Bahai-Religion aufging. Zu den Lehren gehören die Anerkennung und Gleichheit aller Menschen und die Einheit der Religionen. Heiligste Stätten sind das administrative und geistige Weltzentrum in Haifa mit dem Schrein des Bab sowie das Grabmahl Bahá’u’lláhs in Akko. Im Zentrum in Haifa werden unter anderem die Originalschriften der Glaubenslehrer aufbewahrt. Da die Religion kein Geld von Personen annimmt, die nicht zu ihrer Gemeinschaft gehören, wird auch kein Eintritt für den Besuch der Anlage erhoben.

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