Neue Schritte bei Suche nach Ron Arad

JERUSALEM (inn) – Der Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin Beit, Avi Dichter, ist am Dienstag nach Europa aufgebrochen. Er soll dort “alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um etwas über das Schicksal des entführten Israelis Ron Arad herauszufinden”, gab Israels Premierminister Ariel Scharon bekannt.

Wie die Tageszeitung “Jerusalem Post” meldet, wird Dichter zudem mit Vertretern europäischer Staaten über die weitere Zusammenarbeit im internationalen Kampf gegen den Terrorismus sprechen.

Israels Außenminister Silvan Schalom hat unterdessen israelische Vertreter im Ausland angewiesen, “alles Mögliche zu tun, um Informationen über Arad zu erhalten”. Sie sollen die Regierungen der jeweiligen Staaten auffordern, Druck auf die iranische Regierung auszuüben.

Israel geht davon aus, daß der vor 17 Jahren von der Hisbolla entführte Arad an den Iran “verkauft” wurde. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums bestätigte jedoch am Montag erneut die Position seiner Regierung, wonach der Iran keine Informationen über Arad habe. Die Angelegenheit müsse zwischen Israel und dem Libanon geklärt werden.

Das israelische Kabinett hatte am Sonntag mit knapper Mehrheit einem von deutschen Vermittlern ausgearbeiteten Vorschlag zugestimmt. Demnach soll Israel 400 Palästinenser und 20 weitere Araber aus der Haft entlassen. Unter ihnen ist auch Mustafa Durani – er soll Arad entführt haben. Im Gegenzug sollen der entführte Israeli Elhanan Tannenbaum und die Leichen dreier getöteter Soldaten übergeben werden. Israel wird jedoch keine Informationen über Arad erhalten.

Die israelische Regierung hat daher beschlossen, neue Schritte einzuleiten, um etwas über den damaligen Kampfpiloten zu erfahren. Unter anderem wird auch die Entführung hochrangiger Hisbolla-Führer für einen Austausch nicht ausgeschlossen.

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