Neue Gaza-Flotte: Ajalon appelliert an Diplomaten

JERUSALEM (inn) - Angesichts einer für den Mai geplanten Gaza-Flottille hat der stellvertretende israelische Außenminister Danny Ajalon an ausländische Diplomaten appelliert. Sie sollten ihre Staatsbürger daran hindern, sich an "dieser gefährlichen Provokation" zu beteiligen, forderte er am Donnerstag.

In den vergangenen Tagen hatte es Berichte über eine "Hilfsflottille" gegeben, die an den Jahrestag der israelischen Razzia auf dem Schiff "Mavi Marmara" erinnern solle. Bei der Erstürmung am 31. Mai 2010 waren neun Türken ums Leben gekommen. Die türkische Organisation IHH hatte das Schiff auf den Weg geschickt.

Ajalon versammelte am Donnerstag rund 50 Diplomaten, die in Israel stationiert sind, im Außenministerium. "Die IHH hat sich durch ihre Worte und Taten als Dschihad-Terror-Organisation erwiesen", sagte er bei dem Treffen laut der "Jerusalem Post". "Sie sollte von allen Demokratien geächtet werden." Es müsse für illegal erklärt werden, eine solche Gruppe zu finanzieren, sich mit ihr zu verbinden oder sie zu unterstützen – wie etwa in Deutschland.

Israel habe Einschränkungen bezüglich ziviler Waren aufgehoben, die nach Gaza ein- und von dort ausgeführt würden, betonte Ajalon. Doch die Beschlagnahmung von etwa 50 Tonnen Waffen auf dem Frachter "Victoria" vergangene Woche habe gezeigt, dass die verbliebenen Restriktionen notwendig seien. Jeder Versuch, sie zu umgehen, werde von Israel "als Provokation angesehen". Die Wahrscheinlichkeit sei sehr hoch, dass die Organisatoren der Ladung die Absicht hätten, eine gewaltsame Konfrontation zu provozieren. Dies müsse unter allen Umständen verhindert werden.

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