Neue Friedensmission hat begonnen – Zinni trifft sich mit Sharon und Arafat

JERUSALEM (inn) – Der US-Vermittler Anthony Zinni will am Freitag zu getrennten Gesprächen mit Israels Premierminister Ariel Sharon und Palästinenserführer Yasser Arafat zusammentreffen.

Bereits nach seiner Ankunft am Donnerstag hatte sich Zinni mit Israels Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer und israelischen Sicherheitsbeamten getroffen. Bei den Gesprächen vertraten die israelischen Experten die Ansicht, daß Arafat immer noch nicht genug gegen den Terror unternehme.

„Die Reduzierung der Gewalt in den letzten Tagen ist auf Initiative Israels zurückzuführen, Arafat tut nichts um die Infrastruktur des Terrorismus zu zerschlagen“, hieß es aus israelischen Kreisen. Israel begrüße den Rückgang der palästinensischen Gewalttaten von rund 30 auf etwa 10 pro Tag, wies jedoch darauf hin, daß dies noch keinen Waffenstillstand darstelle.

Zinni seien von den USA und Israel erstellte Listen vorgelegt worden, mit Namen palästinensischer Terroristen, die Arafat noch immer nicht verhaftet habe.

Wie der israelische Rundfunk meldet, habe Zinni bei den Gesprächen Israel geraten, nicht an der Forderung nach sieben Tagen absoluter Waffenruhe festzuhalten. Der US-Vermittler habe jedoch versichert, daß die Vereinigten Staaten die israelische Regierung nicht drängen werden, auf eine solche Ruhephase zu verzichten. Sharon hatte eine siebentägige Waffenruhe als Voraussetzung für die Umsetzung des Mitchell-Planes gefordert.

Am Freitagvormittag will Zinni Gespräche mit Sharon, Ben-Eliezer und Außenminister Shimon Peres auf der Farm des Premierministers im Negev führen. Am Nachmittag ist ein Treffen mit Arafat und palästinensischen Sicherheitsbeamten in Ramallah geplant.

Im Vorfeld der Ankunft Zinnis hatte Sharon den Rückzug der israelischen Truppen aus fast allen Teilen der Autonomistädte Ramallah und Jenin in Samaria angeordnet.

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