Netanjahu und Herzog loben US-Militäraktion in Venezuela

Von Israelnetz

Nach dem Angriff auf Ziele in Caracas und der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro hat der israelische Premier Benjamin Netanjahu den USA gratuliert. „Ich salutiere vor Ihrer Entscheidung und der brillanten Aktion Ihrer tapferen Soldaten“, schrieb er am Samstagabend, an US-Präsident Donald Trump gerichtet, auf X. Israels Staatspräsident Jitzchak Herzog fand ebenfalls lobende Worte: „Danke, dass Sie den unverzichtbaren Kampf gegen brutale, schurkische und destabilisierende Regime führen, und gegen die Gefahren des Drogenhandels.“ (eh)

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20 Antworten

  1. Oh, hier gibt es Öl! Und zufällig auch die reichsten Vorkommen der Welt, was ein Zufall!
    OK, Maduro ist weg, aber sein Nachfolgerin ist kein fügsamer Kollaborateur und will sich nicht unterwerfen. Also muss Sie in Drogen verwickelt sein 🤣.
    Aber davon erfahren wir erst später, wenn Trumps Vorstellung von Demokratie angeblich nicht erfüllt wurde.

    Maduro ist also der böse Diktator, und die in Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und Ägypten sind die Guten, verstehe.

    Wenn es Taiwan trifft oder Selenskyj von den Russen entführt wird, weil er ihrer Meinung nach nicht mehr der legitime Präsident ist, sind wir außer uns vor Wut.
    Wir sind wirklich gut darin, uns in einer Blase zu verstecken, die wir westliche Werte nennen, nur um dann schockiert festzustellen, dass die Welt nicht nur aus dem Westen besteht.

    Trump selbst hat zugegeben, dass es ums Öl geht. Die Botschaft an den Rest der Welt ist klar.
    1. Wenn Sie Atomwaffen haben (Nordkorea), sind Sie sicher.
    2. Was für Venezuela gilt, gilt auch für die Ukraine oder Taiwan.
    3. Alle, die das gut finden, können getrost ignoriert werden, wenn sich das Blatt wendet.

    China reibt sich schon die Hände!

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    1. Darin geb ich Ihnen sogar recht, anders als ihr Mitstreiter Blub versuchen Sie nämlich nicht, gleich Israel damit hinein zu ziehen. Ich halte diese Venezuela-Kampagne von Trump auch nicht für koscher, aber wie Rodriguez da gleich einen Zusammenhang mit Israel zu konstruieren, ist schon ziemlich weit hergeholt.
      Aber wer unbedingt einen Zusammenhang konstruieren möchte,findet auch garantiert etwas, und sei es noch so wirr und abstrus.
      SHALOM

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    2. @Ludovico
      Auch Ihnen ein gesegnetes Neues Jahr mit der Hoffnung, dass Sie weniger polemisch schreiben. 😉
      —-
      „Wir sind wirklich gut darin, uns in einer Blase zu verstecken, die wir westliche Werte nennen, nur um dann schockiert festzustellen, dass die Welt nicht nur aus dem Westen besteht.“ Da Sie „wir“ schreiben, gehe ich davon aus, dass Sie ebenso denken. Aber mich dürfen Sie getrost außen vor lassen.
      —-
      Ich habe so eine Aktion erwartet und bin traurig, dass es tatsächlich passiert ist. Trump greift nach Venezuela, Putin nach Ukraine, Ji nach Taiwan. Da haben wir die xxx (ich habe mich zensiert) zusammen. Und zu allem Mist, den sie anstreben oder tun, haben diese auch noch Vetorechte im Sicherheitsrat.
      Die ganze „Nachkriegsordnung“ (i. S. „westliche Werte“) ist erledigt. Es ist wohl nicht mehr unplausibel, dass Trump die Ukraine nie so richtig unterstützen wollte und will. Nach seiner Aktion hätte er auch keinerlei Argumente mehr.
      —-
      Natürlich geht es um das Öl, wie damals bei Saddam. Aber es geht meines Erachtens um weit mehr. Er hat auch Mexiko im Blick, wegen Panama gab es anscheinend eine Einigung und Grönland werden sie auch unter Druck setzen. Mal sehen, was im Iran noch passiert. In der Arktis gibt es viele Ressourcen, auf die nur „Anrainer“ Zugriff haben.

      Es war politisch klug von Netanjahu, Trump zu loben für diese Aktion. Er hofft nämlich, dass dieser dasselbe tut im Iran. Politisch klug heißt aber nicht, dass es moralisch richtig ist.

      Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Trump hat nur noch gut 3 Jahre Amtszeit. Traurig ist das alles.

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      1. @RTS Ich bedanke mir herzlich für die Glückwünsche und wünsche Ihnen auch ein frohes neues Jahr.

        Zu Ihrer Aussage, ich würde Israel da mit rein ziehen, dass brauche ich gar nicht. Das passiert nämlich schon von alleine. Trumps Wünschen nach soll Venezuela nämlich von niemanden geringeren als Maria Corina Machado regiert werden. Wie diese Frau zu Israel steht und welche Verbindungen Sie mit Israel hat steht auch ausser Frage. Das ist wiederum keine Meinung von mir sondern ein Fakt. Sie scheut sich ja auch nicht davor das groß preiszugeben. Also wirkt Israel doch irgendwie mit rein in dieses ganze Geschehen, wenn auch (noch) nicht aktiv.

        Zum Ihrem Punkt mit dem noch nicht bestätigten Völkerrechtsbruch. Anders als die Vorgänger, welche „Demokratie und Freiheit“ in die jeweiligen Länder brachten, ist hier in diesem Fall bereits von Trump auch so benannt worden wie es ist. Es geht hier um das Öl. Amerikanische Ölfirmen sollen auch schon demnächst loslegen dürfen, laut Trump.

        Wenn ein Land ein anderes souveränes Land militärisch angreift, das Staatsoberhaupt gefangen nimmt und zugleich Anspruch auf dessen Ölreserven erhebt, ist kaum nachvollziehbar, wie ein solches Vorgehen mit dem Völkerrecht einvernehmlich oder legitim sein soll. Die Relevanz der Handlungen Maduros tritt dabei in den Hintergrund.

        Russland fühlt sich bestätigt, es gilt die Macht des Stärkeren. China wird nicht lange auf sich warten lassen mit der Übernahme von Taiwan. Wie reagiert dann wohl Trump darauf? Kommt er dann mit Völkerrecht?

        Wie viel sagt das Völkerrecht überhaupt noch aus?

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    1. Linke Antisemiten bedienen sich gerne des Völkerrechts, wenn es in ihren Kram passt. So lange das venezuelianische Volk von einem linken Diktator unterdückt wurde, hat man von ihnen nichts gehört.

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    2. @Blub
      Auch Ihnen ein gesegnetes Neues Jahr mit der Hoffnung, dass Sie Meinungen und Fakten weniger stark vermischen.
      —-
      Zur Zeit habe ich tatsächlich noch keine Meinung von „Experten“ gelesen, die die Aktion der USA nicht als völkerrechtswidrig bezeichnen. Es gibt aber Stimmen, die zur Zurückhaltung einer Bewertung mahnen, und ich meine damit nicht Merz und Wadephul.

      Anders ist es mit der Aktion von Israel. Dazu gibt es Aussagen, die ein Völkerrechtsbruch nahelegen (Achtung: nicht beweisen), es gibt aber auch namhafte Experten, die nachweisen, dass es kein Bruch des Völkerrechts gewesen sein kann.

      Interessant in diesem Zusammenhang erscheint mir, dass der Iran seit Jahrzehnten Israel offiziell von der Landkarte vertilgen will. Und niemand kümmert sich darum, auch Ihnen, Blub, scheint das egal zu sein. Israel klagen Sie des angeblichen Völkerrechtsbruchs an, Iran nicht. Sie wissen, wie man ein solches Verhalten nennt.

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  2. Ich bin genau wie die Venezuelas sehr unsicher über die aktuelle Lage und erlaube mir daher keinen großen Kommentar. Zu viele offene Fragen. Warum will Trump das Ruder herumreißen? Hat er die Menschen oder die Ölfelder im Blick? Die Opposition Venezuelas ist zu schwach, um zu führen. Bleibt das System Maduros und die Diktatur auch ohne ihn erhalten? Einen Umbruch sehe ich zurzeit nicht.

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  3. Mir gefällt das Ganze nicht. Jeden der mir nicht passt, räume ich aus dem Weg,oder entführe ihn. Und Netajahu braucht ihn halt und lobt ihn in höchsten Tönen. Eine diplomatisch zurückhaltendere Botschaft hät auch gereicht. Das selbe Muster war ja diese Auszeichnung ,die er Ihm verliehen hat, Honig ums Maul schmieren und dann bekommt man ihn gebacken.

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    1. Erkläre mir bitte, warum Trump auch von Präsident Herzog gelobt wurde ?
      Offensichtlich braucht der ihn nicht, kommt aber zu einer ähnlichen Schlussfolgerung wie Netanyahu.

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  4. Wie weit will Netanjahu noch sinken?
    Das alles stinkt zum Himmel!
    Trump, the one and Only? Armes Israel, arme Welt.
    Der Kommentar kann zum Kurzartikel „Israel Preis für Trump“ gleichlautend verwendet werden.
    Armes Israel, arme Welt.

    One

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  5. Nun, Trump versprach seinen Wählern vor der Wahl, dass Amerika keine Kriege mehr führen würde; dieses Versprechen wurde bereits gebrochen. Sicher, der Angriff auf die iranischen Atomanlagen war ein großer Erfolg für Israel, aber es ist klar, dass ihn dies die Zwischenwahlen im November kosten wird. Viele MAGA-Anhänger bereuen bereits ihre Stimme für Donald Trump. Im Januar 2029 werden die Demokraten meiner Ansicht nach wieder im Weißen Haus regieren, und es werden nicht die klassischen pro-israelischen Demokraten wie Joe Biden und Bill Clinton sein, sondern Israel-Hasser wie Zoran Mamdani, Alexandria Ocasio-Cortez und Ilhan Omar, die meiner Meinung nach bereits die Führung der Demokraten übernommen haben.

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  6. Trump tut das, was man von Trump zu erwarten hat: Er setzt seine Vorstellungen von dem durch, was er für sich, sein eigenes Portemonnaie und (vorgeblich) die USA als vorteilhaft erachtet.

    Wenn sich daraus nebenbei irgendwelche Vorteile bezüglich „westlicher Werte“, Menschenrechte, Demokratie etc. ergeben, rührt ihn das ebenso wenig wie daraus möglicherweise erwachsende Nachteile für die von seinen Maßnahmen Betroffenen.

    Trump „dealt“ mit Putin hinter verschlossenen Türen um die geopolitische Neu-Aufteilung unserer Welt, hier geben knallharte Strategien und Interessen die Richtung vor.

    Unbeeindruckt vom Schicksal der Menschen in der Ukraine, lässt er sich noch fürstlich bezahlen für seine Militärhilfe und feiern für die Gunst, die Satelliten-Aufklärung nicht einzustellen – fraglich, wie lange noch.

    Er dealt mit jedem, egal welcher Gesinnung und politischer oder religiöser Ausrichtung, der auch nur im Entferntesten dazu bereit ist, sich ihm und seinen Machtinteressen zu unterwerfen.

    Das alles wissen wir doch schon seit langem. Mich hat sein Eingreifen in Venezuela insofern in keiner Weise überrascht. Das hat sich schon seit Wochen abgezeichnet. Die Zeit der Illusionen ist vorbei.

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  7. Fortsetzung:

    Glücklicherweise sieht sich Trump momentan noch als Freund Israels. Allerdings würde ich keine 10 Cent auf die Stabilität dieser „Freundschaft“ setzen. Sie hängt am seidenen Faden und vor allem davon ab, wie lange sich Israel nach seinen Vorstellungen manövrieren und positionieren lässt. Aber das war auch schon unter seinen Vorgängern nicht anders.

    Israel tut gut daran, diesem Scheinheiligen weiterhin in den A… zu kriechen, nur so kann seine Sicherheit (leider) Bestand haben. Man kann heulen vor Wut, Empörung oder Verzweiflung darüber, aber so geht es nun mal in unserer Welt zu und es ist empfehlenswert für Israel, in diesem perversen Spiel mitzumachen.

    Ansonsten kann man sich natürlich auch heldenhaft sprichwörtlich von den Klippen stürzen. Dann sind die Juden Israels endlich dort, wo sie die Araber ringsherum schon immer hin haben wollten: Ersoffen im Meer.

    Wenn man also nicht als Nation in Vornehmheit untergehen möchte, muss Israel die Kröte Trump schlucken, so widerlich das auch sein mag.

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  8. Und zu Maduro und Venezuela kann ich nur sagen, dass es mich geradezu amüsiert, wie sich die Moralisten unserer westlichen (aber gleichzeitig überwiegend auch antisemitisch verseuchten) Welt bei ihren Verurteilungen darin überschlagen, immer wieder „das Völkerrecht“ wie eine heilige Monstranz vor sich herzutragen.

    Ein Völkerrecht, das zum Schutz von Menschen-Schlächtern, illegitimen Usurpatoren, brutalen Unterdrückern und Verbrecher-Regimen missbraucht werden kann, kann kein im eigentlichen Sinne legitimes „Recht“ sein.

    Wie so oft werden wir mal wieder überschwemmt von vermeintlichen und selbsternannten Fachjuristen auf diesem Gebiet. Hier werden technokratisch Grundsatzdiskussionen geführt, während unterdessen, zwar bedauert von der Weltgemeinschaft, aber letztlich ungerührt und ohne einzuschreiten, die von schlimmsten Bestien regierten Menschen in den betreffenden Ländern unterdrückt und geschlachtet werden.

    So viel zum „Völkerrecht“ und seinem Verdienst, das Leben und die Freiheit von Menschen weltweit vor Willkür und Machtgier zu schützen.

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  9. Fortsetzung:

    Der Historiker Michael Wolffsohn sagte einmal: „Das Völkerrecht ist hervorragend geeignet zur internationalen Bekämpfung der Blattlaus – und sonst für nichts!“

    Durchaus zynisch und provokant, aber auch zutreffend angesichts der Tatsache, wie hilflos und einseitig sich die UN, ihre Gerichtsbarkeiten und Unterorganisationen aktuell und in der Vergangenheit bei der Bekämpfung von Unrechts-Systemen im Namen des Völkerrechts zeigten.

    Israel steht bei der Anklage und Verurteilung durch Resolutionen unter Berufung auf das VR mit Abstand an erster Stelle aller Länder dieser Welt. Das sagt, denke ich, genug über die angewandte Praxis des Völkerrechts.

    Die Juristerei hat eben nichts mit der Durchsetzung unserer gängigen Vorstellung von Gerechtigkeit zu tun.

    Das zeigt auch ein vor wenigen Jahren unter Berufung auf den Grundsatz „Ne bis in idem“ (Nicht zweimal für dieselbe Sache) gefälltes Urteil des BVerfGs, das auf diese Weise die Möglichkeit der Eröffnung eines G.-Verfahrens und die Verurteilung eines des Mordes dringend Tatverdächtigen verhinderte.

    In diesem Fall war Jahre nach der Tat durch DNA-Nachweis der Beweis erbracht worden, dass der damalige Freund des Opfers Täter war. Weil aber schon einmal gegen ihn intensiv ermittelt worden war, wurde hier dieser Grundsatz zum Hindernis der Strafverfolgung. Der Grundsatz „Ne bis in idem“ wurde also sogar noch erweitert nicht nur auf schon verhandelte Gerichts-Verfahren oder Freisprüche. Und das im Namen und zum Zweck „der Erhaltung des Rechtsfriedens“, sprich letztlich dem Schutz vor Überlastung der Justiz.

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  10. Man muss wissen, dass Maduro lange genug Zeit hatte, sein Land vorzeigbar zu machen. Beinahe 10 Millionen Menschen haben das Land in den letzten Jahren verlassen, aus Armut und Christenverfolgung. Maduro hat das Land ruiniert und ist vieler Verbrechen schuldig. Lob und Dank ist er hinter Gittern. Es ist ein Sieg für die christlichen Kirchen dort, ebenso für die Bildung. Pastoren wurden von Spionen verfolgt. Maduro war ein grosser Anhänger der kubanischen Religion. Hexerei, Dämonenkult, wie es übler nicht mehr geht. Er wird ernten , was er gesät hat. Gott lässt sich nicht spotten !

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  11. Gideon,da ist noch längst nichts gegessen bei den Demokraten. Bei denen spielt nämlich einer mit, der zwar schon von sich Reden machte, sich zur Zeit aber zurück hält und nur beobachtet.
    Er hat obwohl Demokrat, ne Menge Zulauf von den Juden Amerikas, seit er die Wokeness auf den Müll geschmissen hat.
    Silicon Valley und die anderen in Kalifornien ansässigen Technologiefirmen sind ein ziemliches Pfund, mit dem er wuchern kann und dort arbeiten viele jüdische und israelische Spitzenkräfte in Zusammenarbeit mit dem Pentagon und der US-Rüstungsindustrie.
    Gavin Newsom hat in seiner Eigenschaft als Gouverneur Kaliforniens einen recht heißen Draht zu den dortigen Juden, er hat nicht umsonst die besten dort zusammengezogen.
    Und er hat Einheiten der kalifornischen Nationalgarde zum Schutz der Synagogen aufstellen lassen.
    Dieser Mann, so schätze ich, könnte der nächste Präsident der USA werden.
    SHALOM

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