Netanjahu unbeeindruckt von Irans Neujahrsgrüßen

JERUSALEM / TEHERAN (inn) – Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu zeigt sich nicht beeindruckt von den Grüßen aus dem Iran zum jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchanah. Das iranische Regime werde nicht an seinen Grüßen, sondern an seinen Taten gemessen, ließ Netanjahu über seinen Sprecher Ofir Gendelman mitteilen.
Lassen Netanjahu kalt: die Neujahrsgrüße aus dem Iran.

Gendelman schrieb im Namen Netanjahus bei dem Kurznachrichten Twitter: „Ich bin nicht beeindruckt von den Grüßen eines Regimes, das noch vergangene Woche mit der Vernichtung des Staates Israel drohte.“ In einer zweiten Nachricht hieß es: „Das iranische Regime wird durch seine Taten beurteilt werden, nicht durch Grüße, die darauf abzielen, von fortlaufender Urananreicherung abzulenken.“
Der iranische Präsident Hassan Rohani hatte am Mittwoch Juden in aller Welt Glückwünsche zum Neujahr übermittelt. Auch der neue iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif versandte Grüße zu Rosch HaSchanah. Außerdem hatte Sarif sich am Donnerstag von der Holocaust-Leugnung durch den früheren iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad distanziert (Israelnetz berichtete). Dies sei nicht die Meinung des Irans gewesen, schrieb Sarif via Twitter: „Der Iran hat das niemals geleugnet. Der Mann, dem nachgesagt wird, dass er das leugnet, ist nun abgetreten. Frohes neues Jahr“.
Der Außenminister antwortete damit der amerikanischen Autorin Christine Pelosi. Die Tochter der demokratischen Minderheitsführerin im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, hatte auf Sarifs Gruß zum jüdischen Neujahrsfest geschrieben: „Das neue Jahr wäre noch schöner, wenn Sie die Holocaust -Leugnung des Iran beenden würden.“

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