Netanjahu hofft auf Aussöhnung mit Türkei

JERUSALEM / ANKARA (inn) - Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ist um eine Aussöhnung mit der Türkei bemüht. Wie am Dienstag bekannt wurde, hatte er dem türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan zu dessen Wahlsieg am 12. Juni in einem Schreiben gratuliert. Darin betonte Netanjahu, seine Regierung strebe eine Erneuerung der Freundschaft zwischen beiden Staaten an.

"Meine Regierung wäre glücklich darüber, mit der neuen türkischen Regierung zusammenarbeiten zu können, um eine Lösung für alle offenen Fragen zwischen unseren Staaten zu finden, in der Hoffnung unsere Kooperation wieder herzustellen und den Geist der Freundschaft zu erneuern, welcher die  Beziehungen zwischen unseren Völkern für viele Generationen charakterisiert hat", schrieb Netanjahu laut der Tageszeitung "Jerusalem Post".

Die einst guten Beziehungen zwischen Israel und der Türkei hatten sich seit der israelischen Militäroperation "Gegossenes Blei" gegen die Hamas im Gazastreifen zum Jahreswechsel 2008/2009 ständig verschlechtert. Besondere Spannungen waren nach der blutigen Erstürmung der türkischen "Gaza-Flotte" durch die israelische Armee Ende Mai 2010 aufgetreten. Für eine Normalisierung der Beziehungen fordert die türkische Regierung von Israel eine Entschuldigung für die tödliche Razzia sowie Entschädigungszahlungen an die Hinterbliebenen der neun getöteten Aktivisten.

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