Netanjahu gratuliert Chile

JERUSALEM / SANTIAGO (inn) - Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat die Chilenen zur Rettung der 33 verschütteten Minenarbeiter beglückwünscht. Die Befreiungsaktion habe gezeigt, wie Chile jedes einzelne Leben als "Inspiration" für die Welt wertschätze, sagte er in der Nacht zum Donnerstag bei einem Telefonat mit Präsident Sebastián Piñera.

Er selbst und das israelische Volk zögen den Hut vor den Chilenen, dem Heldentum der Bergarbeiter und der Opferbereitschaft der Retter, fügte Netanjahu laut der “Jerusalem Post” hinzu. Am Mittwoch waren die 33 Kumpel nach 69 Tagen durch einen Rettungsschacht aus einem Schutzraum in der Mine San José befreit worden.

Netanjahu lud Piñera nach Israel ein, um in der nahen Zukunft ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Ländern zu unterzeichnen. Aus dem Büro des israelischen Regierungschefs hieß es, der chilenische Präsident habe erwidert, er werde sich über einen solchen Besuch freuen. “Wir wollen Ihre technologischen und naturwissenschaftlichen Wunder kennenlernen”, sagte er.

Rettungsszenario als Beispiel in Buch von 1987

Unterdessen verbreitete das Büro des Premierministers an die Presse Zitate aus einem Buch, in dem Netanjahu vor 23 Jahren ein solches Grubenunglück und die damit verbundene große Aufmerksamkeit “vorausgesagt” habe. Der heutige Regierungschef “bezog sich auf so einen Vorfall – ein Grubenunglück – in seinem Buch ‘Der Terror: Wie der Westen siegen kann’ aus dem Jahr 1987”, hieß es in der Mitteilung.

“Es ist natürlich, dass eine freie Gesellschaft besorgt sein wird um das Schicksal ihrer Bürger, wenn sie sich in einer Notlage befinden”, zitiert die Zeitung “Ha´aretz” aus dem Buch. “Ein Grubenunglück zum Beispiel kann nur wenige Bergarbeiter in der Tiefe der Erde fangen. Dennoch kann die Aufmerksamkeit einer gesamten Nation lange Zeit von ihrem Schicksal gefesselt sein. Und das nicht nur wegen der Medienvertreter, die an den Unglücksort kommen und über das Drama berichten, das sich abspielt. Die Ursache liegt tiefer. Im Inneren seines Herzens sieht sich jeder Bürger in seiner Vorstellung so, als wäre er selbst in diese Lage geraten.”

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