Netanjahu empfängt 200 deutsche Studenten

TEL AVIV (inn) – Für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern brauchen Palästinenser einen neuen Führer. Das hat der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu auf einem Empfang für 200 Studenten aus Deutschland erklärt.
Kein Eindringling: Premier Netanjahu erklärte, Juden hätten eine lange Tradition im Heiligen Land
Das israelische Außenministerium hat 200 junge Menschen aus Deutschland nach Israel eingeladen, um auf diese Weise die Beziehungen beider Länder zu stärken. Der israelische Premier Netanjahu erklärte bei dem Empfang vor der Gruppe, dass Friede zwischen Israelis und Palästinensern möglich sei. „Gebt nicht die Hoffnung auf. Letztendlich wird eine palästinensische Führung kommen, die echten Frieden will.“ Der Likud-Chef sagte weiter, der Konflikt habe seine Ursache in der Weigerung der Palästinenser, einen jüdischen Staat „in jedweder Grenze“ anzuerkennen. Dies sei jedoch der Schlüssel zum Frieden. Bis es so weit ist, entwickele Israel seinen Staat weiter. „Wir bauen an unserer Kreativität, unserer Wirtschaft, unserer Kultur, unserem Fernsehprogramm – an jedem Bereich menschlicher Kreativität.“

Israel als Bollwerk gegen Terrorismus

Israel sei kein „kolonialer Eindringling“, wie manche behaupten, betonte Netanjahu laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ weiter. Die Vorfahren der Israelis seien bereits vor 4.000 Jahren im Land gewesen. „Wir erkennen an, dass hier auch ein anderes Volk ist, auch wenn es tausend Jahre später kam. Es lebt hier, und wir müsssen zusammenleben.“ Netanjahu nannte Israel auch ein Bollwerk gegen gewaltbereite Muslime. „Wenn wir nicht hier wären, würden sie sich schneller bewegen.“ Die aktuelle islamische Terrorwelle sei kein „Kampf der Zivilisationen“ sondern ein „Kampf gegen die Zivilisation“. Das Treffen mit Netanjahu bildet den Abschluss der fünftägigen Reise. Das Außenministerium hatte diese im Rahmen der Feierlichkeiten von 50 Jahren Beziehungen zwischen Deutschland und Israel organisiert. In den fünf Tagen trafen die Gäste verschiedene Persönlichkeiten des israelischen Lebens, darunter Staatspräsident Rivlin und den Schriftsteller und Friedensaktivisten David Grossmann. Die „Bild“-Zeitung hat die Deutschen auf ihrer Reise begleitet. (df)

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