Negev: 300 neue Mitarbeiter bei „SodaStream“

Der Markt mit Trinkwassersprudlern floriert. Im Negev gehört die Getränkefirma „SodaStream“ deshalb zu den größten Arbeitgebern der Region. 300 neue Mitarbeiter hat sie dort in den vergangenen Monaten eingestellt.
Die Getränkefirma „SodaStream“ verkauft ihre Trinkwassersprudler in 47 Länder

Foto: SodaStream

Die Getränkefirma „SodaStream“ verkauft ihre Trinkwassersprudler in 47 Länder
LEHAVIM (inn) – Die Getränkefirma „SodaStream“ hat ihr Team deutlich aufgestockt: In den vergangenen drei Monaten stellte sie 300 neue Mitarbeiter im Negev ein. In den kommenden Wochen sollen 70 weitere Mitarbeiter hinzukommen, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Globes“. „SodaStream“ ist damit einer der größten Arbeitgeber im Negev. Nahe der Stadt Lehavim arbeiten im Idan-HaNegev-Industriepark dadurch jetzt 1.400 Menschen für das Unternehmen. Rund ein Drittel der Mitarbeiter sind Beduinen. „SodaStream“ stellt Trinkwassersprudler her, die Getränke im häuslichen Gebrauch mit Kohlensäure versetzen. Ihre Produkte verkauft die Firma weltweit in 47 Länder. Ein Großteil der israelischen Produktion geschieht im Idan-HaNegev-Industriepark. Vor 18 Monaten verlegte „SodaStream“ seine Produktion aus dem Westjordanland in die Negev-Wüste. Neben Israel werden die Trinkwassersprudler auch in China und Europa hergestellt. „Wir haben auch 20 neue Industriemaschinen gekauft“, sagte der „SodaStream“-Geschäftsführer Tamir Melamud. Die Firma reagiere damit auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Trinkwassersprudlern weltweit. Seit Mai 2015 hat die Firma Zahlen vorgelegt, die signifikante Steigerungsraten beim Verkauf zeigen. Gerade auf dem israelischen Markt sei „SodaStream“ verstärkt gefragt: „Um 50 Prozent sind unsere Verkaufszahlen von Trinkwassersprudlern im vergangenen Jahr hier gestiegen.“ International sieht der Geschäftsführer indes weiteren Spielraum für Wachstum. „Aber keine andere Getränkefirma kann vergleichbare Wachstumszahlen vorlegen wie wir“, sagte Melamud.

Familienfreundlicher aufgestellt

„SodaStream“ deckt mit seinen Produkten 35 Prozent des Marktes für Trinkwassersprudler in Israel ab. Melamud hebt hervor, wie familienfreundlich das Unternehmen arbeitet: „Wir haben eine Schicht eingeführt, die es Müttern mit Kindern erlaubt, nur bis 15 Uhr zu arbeiten.“ Ein spezieller Transportservice bringe die Mütter dann nach Hause. So sei sichergestellt, dass die Frauen auch außerhalb der Wohnung oder des Hauses arbeiten können. Vor dem Umzug in die Negev-Wüste besaß „SodaStream“ einen Großteil seiner Produktionsstätten im Mischor-Adumim-Industriepark, der nahe Jerusalem in der Siedlung Ma‘aleh Adumim gelegen war. Dort arbeiteten auch 600 Palästinenser. In den vergangenen Jahren war die Firma aber häufig Ziel von Angriffen der anti-israelischen BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) geworden. Die Fabrik im Westjordanland musste geschlossen werden. 70 langjährige palästinensische Mitarbeiter wollten mit in die Negev-Wüste umziehen. Allerdings scheiterte das an den fehlenden Arbeitsgenehmigungen. „SodaStream“ musste die Palästinenser im März entlassen. Melamud hofft jedoch, die bewährten ehemaligen Mitarbeiter irgendwann erneut anstellen zu können. (mm)

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