Der Einsatz von scharfer Munition sei eine unangemessene Reaktion auf die Bedrohung gewesen, heißt es in dem Bericht. Die Zahl der Getöteten wurde von den Vereinten Nationen von elf auf sieben korrigiert.
In dem Report aus dem Büro von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon werden auch die Demonstranten kritisiert. Das Werfen von Steinen und Benzinbomben über den israelischen Sicherheitszaun sei eine Provokation und eine Gewalttat gewesen.
Die libanesische Armee und die Behörden im Libanon wurden dazu aufgerufen, für Recht und Ordnung an der Grenze zu sorgen und jegliche Zwischenfälle dort zu vermeiden. Israel wird dazu aufgefordert, in ähnlichen Situationen keine scharfe Munition mehr einzusetzen, sondern nur in Fällen, in denen eindeutig eine sofortige Selbstverteidigung erforderlich sei.
Der Bericht bezieht sich auf die Proteste am 15. Mai anlässlich des Jahrestages der israelischen Staatsgründung. Die Araber bezeichnen dieses Datum als Tag der "Nakba", was soviel heißt wie "Katastrophe". In diesem Jahr haben Demonstranten von Syrien, dem Libanon und Jordanien aus versucht, die israelischen Grenzen zu stürmen. Die Untersuchungen zu den Vorfällen an der libanesischen Grenze wurden von der internationalen Friedenstruppe UNIFIL durchgeführt.