Nahostverhandlungen: Peres optimistisch

ROM (inn) - Israels Staatspräsident Schimon Peres hat die Entwicklung in den Beziehungen zu den Palästinensern als "ermutigend" bezeichnet. Am Mittwoch kam er in Rom mit dem italienischen Premierminister Romano Prodi zusammen.

„Die allgemeine Atmosphäre macht Mut, vielleicht ist es die wichtigste Eröffnung von Verhandlungen, an die ich mich erinnern kann“, sagte Peres nach dem Treffen. „Es ist noch nicht vorbei, aber es ist ein guter Anfang“, fügte er mit Bezug auf die jüngsten Gespräche zwischen dem israelischen Premier Ehud Olmert und Palästinenserchef Mahmud Abbas hinzu.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Prodi forderte der Präsident die Vereinten Nationen auf, dem Iran wegen seines Atomprogramms härtere Sanktionen aufzuerlegen. „Selbst die schwachen UN-Resolutionen, die bisher durchgeführt wurden, fangen an, sich auf die iranische Führung auszuwirken. Jeder Verantwortliche würde gerne die iranische Gefahr mit wirtschaftlichen statt mit militärischen Mitteln stoppen.“

Wie Prodi mitteilte, hat er mit Peres darüber gesprochen, wie der israelisch-palästinensische Friedensprozess durch eine ökonomische Zusammenarbeit ausgeweitet werden könne. Ein weiteres Thema war die Lage im Libanon, wo Italien einen wichtigen Beitrag zu den UN-Friedenstruppen leistet. Prodi will sich am heutigen Donnerstag mit dem syrischen Präsidenten Faruk a-Scharaa treffen. Er kündigte an, weiteren Druck auf einflussreiche Führer in der Nahostregion auszuüben, damit sie nach Informationen über die entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev suchen. Die beiden Israelis befinden sich seit dem 12. Juli 2006 in den Händen arabischer Terroristen. Durch ihre Entführung wurde der Zweite Libanonkrieg ausgelöst.

Peres sprach auch mit dem italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano und mit Vertretern der jüdischen Gemeinde in der Hauptsynagoge Roms. Für den heutigen Donnerstag ist ein Treffen mit Papst Benedikt XVI. in dessen Sommerresidenz Castel Gandolfo angesetzt.

Am Wochenende will der israelische Friedensnobelpreisträger an einer internationalen Konferenz am Comer See teilnehmen. Dort werden auch arabische Politiker vertreten sein, berichtet die Tageszeitung „Ha´aretz“.

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