Einem Bericht der Zeitung "Jediot Aharonot" zufolge machte Netanjahu die Palästinenser für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich. Er "bedauert es, dass die Palästinenser sich geweigert haben, zu den Gesprächen zu kommen, an deren Förderung Mitchell arbeitete", hieß es aus dem Büro des Regierungschefs. "Sie haben eine endlose Zahl von Vorbedingungen gestellt, die seine Arbeit erschwerten, und sich am Ende gar mit der Hamas zusammengeschlossen."
Oppositionsführerin Zippi Livni lobte die Arbeit des 77-Jährigen: "Mitchell verdient die Wertschätzung des gesamten Staates Israel für seine Bemühungen, ein Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern zu erreichen, auch wenn die Mission nicht vollendet wurde. Ein Friedensabkommen zu erreichen, liegt in unserem nationalen Interesse. Wir müssen hoffen, dass keine der Seiten es aufgibt, dieses Interesse zu erfüllen, und sich stattdessen mit gegenseitigen Beschuldigungen aufhält, die nirgendwo hinführen."
Mitchell war im Januar 2009 direkt nach dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama als Gesandter für den Friedensprozess eingesetzt worden. Medienberichten zufolge will der ehemalige Senator mehr Zeit für seine Familie haben. Der bisherige Stellvertreter David Hale nehme vorerst seinen Platz ein, teilte Obama am Freitag mit. Mitchell habe von Anfang an angekündigt, er werde den Posten nur für zwei Jahre behalten. Der Präsident und Außenministerin Hillary Clinton bekundete ihre Wertschätzung für den Dienst des Gesandten.