Nahost-Trio für Zwei-Staaten-Lösung

Für die Zwei-Staaten-Lösung setzen arabische Vertreter im Umfeld Israels auf den amerikanischen Präsidenten Trump. Bei einem Treffen in Amman reagiert Jordanien zudem empört auf eine Äußerung aus Israel.
Sehen die Zwei-Staaten-Lösung als Mittel der Wahl: oder: (v.l.)Schukri (l.), Al-Safadi (M.) und Erekat

Foto: Jordan News Agency (PETRA)

Sehen die Zwei-Staaten-Lösung als Mittel der Wahl: oder: (v.l.)Schukri (l.), Al-Safadi (M.) und Erekat

AMMAN (inn) – Jordanien, Ägypten und die Palästinensische Autonomiebehörde haben am Sonntag die Zwei-Staaten-Lösung bekräftigt. Dies sei der einzige Weg zu einem dauerhaften Frieden, erklärten politische Vertreter in der jordanischen Hauptstadt Amman.

Bei dem Treffen zugegen waren der neue jordanische Außenminister Ajman al-Safadi, sein ägyptischer Amtskollege Samih Schukri sowie der palästinensischen Chefunterhändler Saeb Erekat. Die Politiker bezogen sich in ihren Stellungnahmen auf den 28. Gipfel der Arabischen Liga im März. Dort hatten sich die Teilnehmer ebenfalls für eine Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen.

Hoffen auf Trump

Bei ihrer Pressekonferenz sprachen die Teilnehmer auch die Treffen arabischer Vertreter mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Sowohl der jordanische König Abdullah II., der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi als auch der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas hatten sich in den vergangenen Wochen mit Trump getroffen. Die Gespräche seien positiv verlaufen. „Wir sind bereit, das zu tun, was es braucht, um den Friedensprozess voranzubringen“, sagte Al-Safadi laut der jordanischen Nachrichtenseite „Jordan Times“.

Bei dem Treffen wies Al-Safadi auch Vorwürfe des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu zurück, Jordanien unterstütze Terrorismus. Netanjahu hatte auf eine Äußerung des jordanischen Ministers für Staatsangelegenheiten Mohammed al-Momani reagiert. Dieser hatte die Tötung eines jordanischen Terroristen am Samstag kritisiert und dabei von einem „Verbrechen“ gesprochen. Der Terrorist, der als Tourist nach Israel kam, hatte versucht, einen Grenzpolizisten in Jerusalem zu erstechen.

Von: df

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