Ban Ki-Moon hat einen palästinensischen Angriff auf ein israelisches Mädchen mit Verspätung verurteilt.
Ban Ki-Moon hat einen palästinensischen Angriff auf ein israelisches Mädchen mit Verspätung verurteilt.

Ban schreibt an israelisches Terror-Opfer

NEW YORK (inn) – UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat an eine elfjährige Israelin geschrieben, die bei einem palästinensischen Angriff schwer verletzt worden war. Ajala Schapira hatte Ban zuvor dafür kritisiert, dass die UNO den Anschlag nicht verurteilt hat.

Er sei „zutiefst traurig“ gewesen, als er von dem Angriff erfahren habe, schreibt Ban laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Und weiter: „Kein Kind sollte jemals solche schrecklichen Erfahrungen machen, und kein Kind sollte solchen Schmerz eines Freundes teilen müssen.“

Er erhebe immer seine Stimme, um „jegliche Gewalttaten gegen Zivilisten, besonders gegen Kinder, zu verurteilen“, betonte der Generalsekretär. Einrichtungen der Vereinten Nationen seien mobilisiert, um Gewalt gegen israelische und palästinensische Kinder gleichermaßen zu thematisieren und zu versuchen, diese zu verhindern.

Ban forderte Israelis und Palästinenser zu Friedensverhandlungen auf. Er sprach im Zusammenhang mit dem Angriff nicht von „Terror“. „Es ist mein innigster Wunsch, dass Deine Generation in einer sicheren Umgebung aufwächst, wo niemand unter solch unerträglicher und sinnloser Gewalt leidet“, schrieb er an Ajala.

Ajalas Brief an Ban hatten mehr als 1.000 weitere Schülerinnen unterzeichnet. Die Initiatorin der Aktion, die Schülerin Chana Alster, begrüßte die Reaktion des UNO-Chefs: „Es ist gut und wichtig, dass der UN-Generalsekretär den Anschlag verurteilt hat. Trotzdem ist es eine Schande, dass es erst nach unserem Brief und nicht davor geschehen ist.“ Sie bedauerte, dass Ban glaube, eine Zweistaatenlösung sei nötig, um das Leben von Kindern in der Region zu retten.

Der Angriff auf die jüdische Familie ereignete sich am 25. Dezember in Samaria. Palästinenser hatten einen Brandsatz auf das Fahrzeug der Israelis geworfen. Dabei hatte Ajala Verbrennungen dritten Grades an 30 bis 40 Prozent ihres Körpers erlitten. Die Elfjährige und weitere Schülerinnen hatten Anfang dieses Jahr an Ban geschrieben. Sie forderten ihn auf, den Angriff zu verurteilen. Es sei ihr Recht, sich sicher auf den Straßen zu bewegen „und in die Schule und zu Feiern zu gehen, ohne Angst vor Terroristen und Mördern haben zu müssen“, schreiben die Kinder. Ihr Brief endete mit der Frage an Ban: „Haben Mädchen in Samaria nicht das Recht auf Leben? Werden Sie Ihre Stimme erheben, damit die Terroristen wissen, dass die Welt angesichts solchen Horrors nicht schweigt?“ (dn)

Von: dn

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